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Verkaufsoffene Sonntage in Tönisvorst mit Jahrmarkt und Höfefest

Verkaufsoffene Sonntage : Historischer Jahrmarkt und Höfe-Fest

Der Werbering „St. Tönis erleben“ hat 2020 vier Festwochenenden mit einem verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Im Herbst soll es ein Erntedank- und Höfefest geben.

„Raupe fahren“ ist der Klassiker auf der Kirmes. So manch einer und eine verknüpft mit diesem Fahrgeschäft rollende, ruckelnde Romantik aus Teenager-Tagen. Ein erster Kuss unterm Verdeck, dazu Musik und laute Durchsagen durchs Schausteller-Mikrofon vor der nächsten Fahrt. Wie viele Erinnerungen fahren da erst bei einer Raupenbahn aus dem Jahr 1926 mit?

Diese fast 100 Jahre alte Kirmestradition wird im Frühjahr in St. Tönis erwartet. Der Werbering „St. Tönis erleben“ plant für das letzte März-Wochenende ein Frühlingsfest mit historischem Jahrmarkt.

Der Schaustellerverband Bochum habe mit verschiedenen Fahrgeschäften seine Unterstützung zugesichert. Neben der Raupenbahn sollen auch bunt bemalte Karussells, ein historisches Riesenrad und ein Kettenkarussell die St. Töniser Innenstadt in eine besondere Atmosphäre versetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem herausragenden Event das „50-Jahr-Jubiläum“ der Stadt Tönisvorst optimal zu dem Motto „Buntes und Vielfältiges Tönisvorst“ ergänzen und damit einen schönen Beitrag leisten können“, so „St. Tönis erleben“ in einem Anschreiben an die Stadtverwaltung.

In punkto Umsetzung der Veranstaltung, Standort-Auswahl und Größe der Fahrgeschäfte sind das Vorstandsteam von „St. Tönis erleben“ und die Stadtverwaltung im Austausch.

Flankiert wird dieses erste große Fest des Jahres, das von Freitag, 27. März, 15 Uhr, bis Sonntag, 29. März, 20 Uhr, gefeiert wird, von einem verkaufsoffenen Sonntag. Der Termin ist am Mittwochabend vom Stadtrat bei einer Gegenstimme ebenso bestätigt worden, wie drei weitere verkaufsoffene Sonntage für 2020.

So wird es auch im Rahmen des Stadtfestes Ende August, zum Erntedank- und Höfefest Anfang Oktober und zum Weihnachtsmarkt am Nikolaustag weitere Sonntage mit geöffneten Ladenlokalen geben.

Auch der Veranstaltungstermin im Herbst bedarf eines besonderen Augenmerks: Gedacht ist an ein Erntedank- und Höfefest. Beispielsweise ist laut „St. Tönis erleben“ geplant, „dass der Erntedank-Gottesdienst auf dem Rathausplatz stattfinden soll. Im Anschluss soll dort „eine Kuchentafel“ aufgebaut werden. Das Ziel der Apfelstadt-Vermarkter ist es, den längsten Apfelkuchen weit und breit zu präsentieren.

Mit dem Erntedank- und Höfefest führt St. Töniser die Tradition des Herbstfestes fort. Nun heißt es nicht mehr Frischemarkt mit Autoschau. Das Fest soll mit einem „modernen und doch bodenständigen neuen Namen“ daherkommen. Die Veränderung des Veranstaltungsnamens sei „der Weiterentwicklung des Veranstaltungskonzeptes“ und der Steigerung der Attraktivität geschuldet.

„St. Tönis erleben“ hat vier von acht möglichen verkaufsoffenen Sonntagen in Verbindung mit örtlichen Festen und Märkten für das Jahr beantragt. Sie dienten dem Erhalt, der Stärkung und der Entwicklung eines vielfältigen Einzelhandelsangebotes, der zentralen Versorgungsgebiete und der Belebung der Innenstadt. „Sie steigern die überörtliche Sichtbarkeit von Tönisvorst.“ Kirche, IHK und andere stimmte den verkaufsoffenen Sonntagen zu. Nur die Gewerkschaft Verdi meldete Bedenken an. Red