Veranstaltungshalle über Rewe?

CDU möchte 2018 für eine Standortprüfung 10 000 Euro bereitstellen.

Willich. Das Projekt „Veranstaltungshalle für Alt-Willich“ war zuletzt in Vergessenheit geraten. Doch jetzt hat die CDU-Fraktion es wieder hervorgekramt. Die Stadtverwaltung soll auf ihre Initiative hin prüfen, welche Standorte und Grundstücke sich aktuell oder in Zukunft für eine Halle mit mehreren hundert Plätzen Kapazität anbieten.

Die CDU macht sogar schon einen konkreten Vorschlag: Bei der Neuplanung des ehemaligen Brauereigeländes könne man in der zweiten Etage über dem Rewe-Gebäude eine Veranstaltungshalle schaffen. Im Rahmen des anstehenden städtebaulichen Wettbewerbs soll dies untersucht werden. Zudem soll dann ermittelt werden, mit welchen Kosten für Bau oder Umnutzung zu rechnen ist.

Die CDU-Fraktion hat vorgeschlagen, im kommenden Jahr 10 000 Euro für diese Prüfung vorzusehen. Die Verwaltung soll dabei an die Erkenntnisse anknüpfen, die bei der Planung für eine Veranstaltungshalle mit 1000 Plätzen am Sport- und Freizeitzentrum gesammelt wurden. Die Pläne dort waren 2015 gescheitert, da es heftige Proteste von Anwohnern gab. Zudem hatte eine Befragung von 100 Vereinen damals ergeben, dass nur 18 davon überhaupt einen Bedarf für eine Halle sehen.

„Die Stadt Willich, vor allem der Ortsteil Alt-Willich, benötigt einen Raum für Konzerte, Vereine, Karnevalsfeiern und Empfänge“, sagt dagegen Franz Auling, Mitglied der CDU-Fraktion und Vorsitzender des Willicher Sport- und Kulturausschuss. In Alt-Willich gebe es derzeit einen Saal mit Platz für maximal 240 Personen. „Im Laufe dieses Jahres haben wir hautnah erleben müssen, wie fragil dieses Konstrukt ist und wie schnell eine solche Lösung zu Ende gehen kann“, sagt Auling. Er spielt damit auf die zwischenzeitlich drohende Schließung der Gaststätte Krücken an.

Die neue Veranstaltungshalle müsse bis zum Jahr 2023 in Betrieb gehen und Platz für bis zu 500 Personen bieten, so die CDU. Die Räume sollen aufteilbar sein für kleinere Gruppen und Veranstaltungen. Die Diskussion war 2013 erstmals aufgekommen, als feststand, dass der Kaisersaal Schiffer schließen wird.

Geld will die CDU 2018 auch noch an anderer Stelle locker machen: Die Schützen sollen Zuschüsse bekommen, um neue Sicherheitsauflagen erfüllen zu können. Jeder Schützenverein und jede Schützenbruderschaft in der Stadt soll einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro erhalten. Insgesamt sollen 4500 Euro im Haushalt vorgesehen werden. WD