Gelungener Tulpensonntagszug 900 Jecken zogen durch die Straßen von St. Tönis

St. Tönis · 22 Gruppen zogen am Sonntag zur Freude der rund 15.000 Zuschauer am Straßenrand durch St. Tönis. Die Karnevalisten hatten sich bei ihren Wagen und Kostümen wieder große Mühe gegeben.

 Vom Wagen der Prinzengarde aus ließ sich das Spektakel am besten miterleben.

Vom Wagen der Prinzengarde aus ließ sich das Spektakel am besten miterleben.

Foto: Norbert Prümen

Die Karnevalisten in Tönisvorst haben am Sonntag ausgelassen den Straßenkarneval gefeiert. Der Tulpensonntagszug durch den Stadtteil St. Tönis lockte auch in diesem Jahr wieder Tausende Besucher in die Innenstadt. In den verschiedensten Kostümierungen und mit großen Taschen für Popcorn, Bonbons und vieles mehr warteten sie auf den Karnevalszug.

„Nachdem wir gestern den Saalkarneval erfolgreich zum Abschluss gebracht haben, freuen wir uns jetzt umso mehr auf den Zug. Das ist für alle Mitglieder der Prinzengarde der Höhepunkt des Jahres“, erklärte Timo Schönen, Kommandeur der Prinzengarde St. Tönis, im Vorfeld. Ein ganz besonderer Tag war es auch für die beiden Tönisvorster Totalitäten, Jugendprinzessin Lea I. und Prinzessin Magdalena I. „Es ist einfach mega. Der Zug ist der absolute Höhepunkt der Session, und ich freue mich sehr darauf. Es ist auch passend für uns die Sonne herausgekommen, was will man mehr?“, zeigte sich Prinzessin Magdalena I. kurz vor Zugbeginn sichtlich begeistert. Als sich der Zug dann pünktlich um 14.11 Uhr in Bewegung setzte, war die Freude bei allen Beteiligten groß.

Insgesamt sorgten 22 Gruppen für Karnevalsstimmung in der Innenstadt. Natürlich hatten sich die Zugteilnehmer wieder einmal für spannende Mottos entschieden und präsentierten kreative Kostüme. Mit dabei war unter anderem die Turnerschaft, die mit einer großen Rakete durch die Straßen zog. Die großen und kleinen Sportler trugen dazu passende Weltraumkostüme. Die Landjugend präsentierte unterdessen ihr Motto „Grand Prix Tönisvorst. Ferrari und Fendt, die Rennstrecke brennt“. Verkleidet waren die Zugteilnehmer dabei als Rennfahrer in bunten Overalls.

Ordentlich Kamelle gab es für die Besucher von den Schülerinnen und Schülern der Rupert-Neudeck-Gesamtschule. Diese bereicherten den Zug mit einer großen Weltkugel und dem Motto „RNG – So bunt wie die Welt“. Passend dazu hatte der Nachwuchs Overalls mit Flaggen der unterschiedlichsten Staaten an. Für ein ähnliches Thema entschied sich das Michael-Ende-Gymnasium. Schüler und Lehrer hatten sich als große Europaflaggen verkleidet. Dazu gab es passende Wurftaschen mit EU-Aufdruck.

Mit dabei waren auch die Tönisvorster Karnevalsvereine. Die KG Nachtfalter, die Prinzengarde, die KG „Rot-Weiß“ Vorst, die Treuen Husaren und der Jugendkarnevalsverein „Rot-Weiß“ St. Tönis bedachten die Zuschauer mit ordentlich Kamelle. Auch verschiedene Musikgruppen bereicherten mit ihrem Können den Zug.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr vier Gruppen dabei haben, die zum ersten Mal am Tulpensonntagszug teilnehmen“, zeigte sich Zugleiter Michael Orlowski zufrieden. Diese positive Entwicklung führen die Verantwortlichen auf den Wettbewerb für die kreativste Gruppe zurück. Im Vorfeld des Tulpensonntagszuges hatte das Tönisvorster-Karnevals-Komitee den Wettbewerb ausgelobt. Die prämierte Gruppe wurde mit einem Bollerwagen und Wurftaschen ausgestattet und durfte sich über Wurfmaterial im Wert von 400 Euro freuen. Durch den Wettbewerb habe sich das Interesse an einer Teilnahme erhöht, ist sich der Zugleiter sicher.

Insgesamt zogen in diesem Jahr 900 Zugteilnehmer durch St. Tönis. Dazu gab es acht Karnevalswagen und fünf Versorgungswagen. Für die Musik sorgten darüber hinaus vier Musikgruppen. „Die Musikgruppen werden immer im September bestellt. Das ist dann auch der Startschuss für die Zugvorbereitungen“, erklärte Orlowski. Viel Arbeit kommt auf den Zugleiter dann im Januar zu. „In der Endphase beträgt die Vorbereitungszeit circa zehn Stunden in der Woche“, erzählte Orlowski. Wie in jedem Jahr hat sich die Arbeit für den Zugleiter und die zahlreichen Teilnehmer jedoch gelohnt.

Rund 15 000 verkleidete Narren säumten den Straßenrand in St. Tönis und sorgten dafür, dass der Tulpensonntagszug zum Erfolg wurde. Nach dem Ende des Zuges ging es für viele weiter in das große Festzelt an der Willicher Straße.

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