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Tulpensonntagszüge in St. Tönis und Anrath fanden trotz Sturm statt

Tulpensonntagszüge in St. Tönis und Anrath : Anrather erteilen dem Sturm eine Absage

30 Gruppen gestalteten den Tulpensonntagszug in diesem Jahr besonders bunt.

Bangen mussten zunächst auch die Anrather Narren, ob der Zug denn stattfinden konnte. Er konnte! Das entschieden Veranstalter, Stadt, Feuerwehr und Polizei am Sonntagmorgen. Am Ende gab es denn auch keine besonderen Vorkommnisse. Trotz des äußerst usseligen Wetters zogen die Teilnehmer diesmal auf einer baustellenbedingt etwas anderen Strecke ab 13.11 Uhr durch das Ortszentrum. Allerdings erst, nachdem Ordnungsamtsleiter Stephan Dams und seine Mitarbeiter sich die Wagen und deren Aufbauten noch mal genau angeschaut und hier und da ein paar Änderungen verfügt hatten. So montierten die Freunde von „Anrath United“ kurzerhand noch ein paar Pappschilder ab, damit diese den Zuschauern am Straßenrand nicht um die Ohren fliegen konnten.

Ganz so viel los wie in regenfreieren Jahren war an den Straßenrändern zwar nicht. Aber die, die trotzdem gekommen waren, sorgten mit den rund Zug-Teilnehmern der 30 Gruppen für gute Stimmung. Vor allem rund um den Anrather Kirchplatz war wieder Party angesagt, wobei das Ordnungsamt dort kontrollierte, ob sich alle ans Glasflaschenverbot hielten. „Zwei Gruppen haben wegen des Wetters leider kurzfristig abgesagt, aber insgesamt ist es ein gutes Jahr, was die Anzahl der Teilnehmer angeht“, sagte Philipp Koszlowski, Pressesprecher des Karnevalszugvereins „Aach Blenge“, der den Tulpensonntagszug nun schon zum 51. Mal organisiert hatte.

Die fantasievollen Kostüme der Jecken waren diesmal leider zum Teil unter Regencapes verborgen, doch auch so wurde deutlich, dass man sich viele Gedanken gemacht und Mühe gegeben hatte. Die Saunafreunde Anrath hatten sich im Stil der 20er-Jahre angezogen, die Wandergruppe erinnerte an die Disco-Zeit der 70er und wünschte sich für Anrath wieder einen Platz, an dem man feiern kann. Denn eine Disco gibt es hier nicht mehr.

Einige Hingucker gab es auch bei den Wagen. So führte die Willicher Prinzengarde ihren neuen Wagen in Form eines Schiffs aus, den sie vom Prinzen von Hannover übernommen hat, wie Kommandeur Uwe Arndt stolz verriet. msc