Tönisvorster Rettungswache offiziell eingeweiht

Offizielle Einweihung : Rettungswache ist in Betrieb

Landrat Andreas Coenen hat die Interimswache des Kreises Viersen eröffnet.

Die Interimswache am Tempelsweg in Tönisvorst hat am Montag ihren Betrieb aufgenommen und bereits zehn Einsätze hinter sich. Nach nur gut zwei Monaten Bauzeit ist die Rettungswache in der Trägerschaft des Kreises Viersen voll einsatzfähig, sieben Tage in der Woche, rund um die Uhr. Am Mittwoch Nachmittag trafen sich viele geladene Gäste aus Politik und Verwaltung sowie von den Hilfsdiensten im künftigen großen Schulungsraum zur offiziellen Feier der Inbetriebnahme.

Landrat Andreas Coenen bekannte sich zum Rettungswesen als Aufgabe des Kreises. Wer die 112 wähle, erwarte, dass es schnell gehe. Schließlich hingen oft Menschenleben davon ab. Die Menschen setzten großes Vertrauen in Feuerwehr und Rettungsdienste, aber stellten auch hohe Ansprüche.

Geräumige Küche verbindet
Schulungbereiche

Der Kreis Viersen werde sich der Pflicht stellen, den Rettungsdienst ständig weiterzuentwickeln. Durch das Gutachten zum Rettungsbedarfsplan sei erkannt worden, dass vor allem in Tönisvorst die Hilfsfristen zu häufig überschritten worden seien. Ein zügiges Handeln sei notwendig geworden.

Der Umbau sei erst am 24. April begonnen worden. Coenen dankte den Planern und Handwerkern, dass die Realisierung so schnell gegangen sei. Die Mitarbeiter des Amtes für Bevölkerungsschutz hätten weit über das normale Maß daran mitgewirkt, diese Rettungswache aus dem Boden zu stampfen. Seinen Dank richtete er auch an die Architektin Angelika Feller und den Hauseigentümer van Haag. Bürgermeister Thomas Goßen freute sich, dass diese Rettungswache jetzt vorhanden sei und ihren Dienst aufgenommen habe. Mit dem Kreis sei sehr partnerschaftlich diskutiert worden: „So geht Zusammenarbeit für die Bürger.“ Goßen vergaß aber auch nicht den Dank an die Stadt Kempen, die bisher den Rettungsdienst im Stadtgebiet von Tönisvorst mit übernommen habe.

Was als Handikap erschien, hat sich als Vorteil erwiesen. Es ist nicht einfach, in ein Bestandsgebäude eine Rettungswache zu bauen. Dort, wo Showroom und Rheinback Studio von Hefe van Haag, dazu Vertrieb und Schulung untergebracht waren, breitet sich jetzt die Rettungswache aus. Und da dort Platz satt vorhanden ist, hat der Kreis dort ebenfalls seine Schulung für den Rettungsdienst untergebracht. Die geräumige Küche verbindet die Bereiche der Schulung und der eigentlichen Wache. Die Wache bietet mehrere Sozial- und Ruheräume, einen Essensraum, Umkleiden und Duschen, für Männer und Frauen getrennt. Denn auf der Wache werden acht Männer und zwei Frauen im Einsatz sein. Die Immobilie bietet neben der Fahrzeughalle auch eine Waschstraße mit einem abgetrennten Raum, in dem verschmutzte oder verkeimte Kleidung und Geräte gesäubert werden können, ohne in die Wache selbst zu gelangen. Das Leihfahrzeug befindet sich gerade in der Werkstatt, so dass ein Reservewagen der Schwalmtaler Wache in Tönisvorst zum Einsatz kommt. hdb