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Tönisvorst: Verein Apfelblüte erüllt Kinderwünsche mit dem Weihnachtswunschbaum

Verein Apfelblüte : 145 Kinder hoffen auf Wunscherfüller

In der St. Töniser Sparkassenfiliale und im Rathaus stehen wieder Wunschbäume.

Sie heißen Leon, Amelie, Asma und Kimberley, und sie würden sich freuen, wenn sie zu Weihnachten etwas von Lego, eine Puppe, etwas von Playmobil mit Pferden oder Acrylfarben und eine Leinwand bekämen. Es sind keine großen Geschenke, die die Kinder und Jugendlichen sich wünschen, aber ihre Eltern können sie ihnen nicht kaufen, weil sie das Geld nicht haben. „Aber wir sind sicher, dass es den ein oder anderen Bürger gibt, der gerne einen Herzenswunsch erfüllen möchte“, sagt Birgit Koenen, Vorsitzende des Vereins
„Apfelblüte“.

Zum vierten Mal hat der Tönisvorster Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder aus armen Familien zu unterstützen, eine Weihnachtswunschbaumaktion initiiert. Seit Mittwoch steht je ein Tannenbaum in der St. Töniser Sparkassenfiliale an der Ringstraße und im Verwaltungsgebäude an der Bahnstraße. „Wunschbaum“ heißt die Aktion. An jedem der beiden Bäume hängen Karten, auf denen Weihnachtswünsche aufgeschrieben sind. Die Kinder selber wissen davon allerdings nichts. „Die Schulsozialarbeiter in den vier Grund- und den beiden weiterführenden Schulen der Stadt und die Mitarbeiter der Jugendzentren in Vorst und St. Tönis haben Eltern angesprochen, von denen sie wissen, dass sie nur wenig Geld zur Verfügung haben“, erklärt Birgit Koenen. Die Eltern, die teilweise völlig baff gewesen seien, dass jemand ihrem Kind ein Weihnachtsgeschenk machen möchte, haben dann die Wünsche der Kinder notiert. „Und weil auch Geschwisterkinder dabei sind, liegt die Altersspanne zwischen einem halben Jahr und 17 Jahren“, weiß Koenen.

Sparkasse verspricht, dass kein Kinderwunsch unerfüllt bleibt

145 Karten sind so zusammengekommen. Ab sofort können Bürger sich eine Karte aussuchen, das Geschenk kaufen, weihnachtlich verpacken und bei der Sparkasse an der Ringstraße abgeben. „Wir unterstützen das gerne“, sagt Filialleiter Horst Klausmann, der verspricht, dass kein Kinderwunsch unerfüllt bleiben soll. „Die Wunschbäume bleiben bis zum 18. Dezember stehen, sollten dann noch Karten übrig sein, übernehmen wir das“, sagt der Filialleiter. Auch im vorigen Jahr hatte das Geldinstitut, das auch die beiden Tannenbäume spendet, diese Zusage gemacht. „Tatsächlich waren es am Ende zwei Karten mit recht exotischen Wünschen, die nicht mitgenommen wurden“, erinnert sich Klausmann, der dafür gesorgt hat, dass auch diese Wünsche sich erfüllten.

Die Aktion „Wunschbaum“ zieht mittlerweile Kreise. So gebe es Kunden, die schon nach den Wunschkärtchen gefragt hätten, weiß der Filialleiter. „Manche nehmen gleich zwei Kärtchen mit.“ Auch Bürgermeister Thomas Goßen freut sich über die Aktion: „Es ist toll, wenn jedes Tönisvorster Kind zu Weihnachten etwas auf dem Geschenktisch findet und niemand leer ausgeht.“

Erstmals ist in diesem Jahr auch das städtische Familienzentrum „Villa Gänseblümchen“ mit im Boot. Die Kleinen der Einrichtung an der Ingertstraße haben aus Salzgebäck hübschen Weihnachtsschmuck gebacken, bunt bemalt und mit Glitzer bestreut, so dass der Wunschbaum einen besonders schönen Anblick bietet.