Tönisvorst: UWT-Chef wirft die Brocken hin

Tönisvorst: UWT-Chef wirft die Brocken hin

Frank Holzki will Platz machen für einen Neuanfang.

Tönisvorst. Die quälenden internen Diskussionen und das schlechte Abschneiden bei der Kommunalwahl haben den Ausschlag gegeben: Frank Holzki, Vorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft Tönisvorst (UWT), ist von seinem Amt zurückgetreten.

"Ich möchte den Weg freimachen für einen Neuanfang mit hoffentlich günstigeren Vorzeichen", argumentiert der ehemalige Lehrer. Der heute 72-Jährige führte die Partei seit Anfang 2005.

"Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagt Holzki. 15 Jahre Mitgliedschaft hätten zu viele Spuren und eine allzu starke Prägung hinterlassen. Er wolle Mitglied bleiben, sich aber vorläufig von jeder politischen Arbeit distanzieren.

"Das ist natürlich sehr schade", erklärt sein Stellvertreter Georg Hermes. Zugleich äußerte er Verständnis. Frank Holzki sei nervlich sehr angespannt gewesen. Wie soll’s jetzt weitergehen? "Das ist noch völlig offen. Aber: Wir haben genügend Leute, die das können", versichert Hermes. Er selbst werde auf jeden Fall dabei bleiben, wenn gewünscht auch als zweiter Vorsitzender.

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