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Tönisvorst: Radweg zwischen St. Tönis und Krefeld wird saniert

Erhaltungsprogramm 2021 für Landesstraßen : Grünes Licht für die Sanierung von mehreren Radwegen

Dafür gab es nun grünes Licht aus dem NRW-Verkehrsministerium. Auch weitere Maßnahmen in der Region werden umgesetzt.

(emy) Mit der Veröffentlichung des Landesstraßenerhaltungsprogramms 2021 gibt es nun auch von Seiten des Verkehrsministeriums NRW grünes Licht für die Radwegsanierung entlang der L 475 zwischen dem Tönisvorster Stadtteil St. Tönis und Krefeld. Der durch Pedelecs, E-Bikes, Fahrrädern und Fußgängern immer stärker genutzte Fuß- und Radweg bekommt damit seine dringend notwendige Grundsanierung. Das Land investiert rund 535 000 Euro.

Der 1,2 Kilometer lange Abschnitt ist wegen vieler Wurzeln und Schlaglöcher bereits seit Jahren ein großes Ärgernis für Fahrradfahrer, die zwischen St. Tönis und Krefeld pendeln. „Die Bagger von Straßen NRW können nun kommen“, sagt die heimische Landtagsabgeordnete Britta Oellers (CDU). „Es freut mich sehr, dass die beiden Radwege entlang der Hauptschlagader zwischen St. Tönis und Krefeld sowie die Pendlerstrecke zwischen Schiefbahn und Kaarst erneuert werden. Auch die notwendige Deckenerneuerung an der Ortsdurchfahrt Willich-Alperheide steht nun an. Die Sanierungen sind für mich eine Herzensangelegenheit.“

Mit der Nachricht aus dem Verkehrsministerium herrscht auch entlang der L 390 und der L 443 Gewissheit: Auf der L 390 werden von Willich-Schiefbahn (L 361) bis Kaarst (L 154) die Fahrbahndecke sowie der Radweg auf einer Länge von knapp fünf Kilometern für rund 200 000 Euro erneuert. Auf der L 443 Willich-Alperheide wird die Fahrbahndecke entlang der 900 Meter langen Strecke für ebenfalls knapp 200 000 Euro erneuert.

In Grefrath erhält die Wankumer Landstraße auf fast zehn Kilometern für rund 550 000 Euro eine Deckenerneuerung, für die Radwegsanierung in Oedt (2,55 Kilometer) stehen ebenfalls 550 000 Euro zur Verfügung.

Der NRW-Landtag hat mit seinem Haushalt 2021 den Ansatz für Erhaltungsmaßnahmen auf 205 Millionen Euro erhöht. Das sind 77,5 Millionen Euro oder 62 Prozent mehr als die Vorgängerregierung 2017 zur Verfügung gestellt hat und noch einmal 20 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Mit dem Landesstraßenerhaltungsprogramm 2021 legt das Verkehrsministerium nun fest, für welche Projekte die Mittel verwendet werden sollen.

„Wir stellen Rekordsummen für die Modernisierung der Infrastruktur aller Verkehrsträger zur Verfügung. Denn gute Mobilität ist Standortfaktor und Lebensqualität“, sagt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Fast 116 Millionen Euro fließen in insgesamt 148 Modernisierungsvorhaben an Fahrbahnen, Brücken und sonstigen Anlageteilen. Statt oberflächlicher Ausbesserung will das Land mit dem Programm 2021 auch vermehrt auf grundhafte und nachhaltige Modernisierung zur dauerhaften Verbesserung des Zustands des Landesstraßennetzes setzen.

Um die Infrastruktur auch unterjährig sicher und intakt zu halten, wird die sogenannte Bauamtspauschale um 25 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro erhöht. Diese ist eingeplant, um flexibel auf kleinere und unvorhergesehene Vorhaben reagieren zu können. Die Auswahl der Projekte, die mit damit realisiert werden sollen, erfolgt durch die jeweiligen Regionalniederlassungen des Landesbetriebs Straßenbau NRW.

10,49 Millionen Euro werden für die Modernisierung von Geh- und Radwegen entlang der Landesstraßen in der Baulast des Landes eingesetzt. 3,55 Millionen Euro sind für vier Maßnahmen im Zusammenhang mit Abstufungen von Landesstraßen zu Kreis- oder Gemeindestraßen vorgesehen.

(emy)