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Tönisvorst: Polizei entdeckt Cannabis-Anbau in Wohnung

Drogen : Tönisvorst: Polizei entdeckt Cannabis-Anbau in Wohnung

Wegen einer Belästigung durch Kettensägen- und Musik-Lärm wurden Beamte nach St. Tönis gerufen. Dann staunten sie nicht schlecht.

Da staunten die Einsatzkräfte der Kempener Polizeiwache nicht schlecht, als sie in der Nacht zu Samstag zu einer Ruhestörung nach St. Tönis gerufen wurden. Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Rue des Sees hatte gegen 3.30 Uhr die Polizei alarmiert, „weil ein anderer Hausbewohner die Musikanlage zu laut aufgedrehte hatte“, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde von Montag. Zudem, so der Melder weiter, habe er deutlich das Geräusch einer Kettensäge gehört.

„Als die Einsatzkräfte vor der Wohnungstür standen, war die Musik immer noch laut. Trotz mehrfachen Klingelns und Klopfens dauerte es, bis der Mieter die Tür öffnete“, so die Formulierung der Polizei in ihrer Mitteilung. „Als er die Polizeibeamten erblickte, versprach er sofort, die Musik umgehend leise zu drehen und wollte die Tür wieder zu machen.“ Da den Einsatzkräften deutlich ein Cannabisgeruch entgegenschlug, verhinderten sie das Schließen der Tür und betraten die Wohnung. Darin fanden sie neben einer Kettensäge auch drei Pflanzzelte und professionelles Aufzucht-Equipment. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung stellten die Ermittler zahlreiche Cannabispflanzen und anderes Beweismaterial sicher.

Den 28-jährigen Wohnungsinhaber nahmen die Beamten in der Nacht zu Samstag vorläufig fest. Der Tönisvorster wurde mittlerweile entlassen. Die Ermittlungen dauern an. Angaben zur Cannabismenge und sonstigen Details machte die Polizei am Montag nicht. Zu welchem Zweck der Verdächtige eine Kettensäge in seiner Wohnung benutzt hat – auf diese Frage hat die Polizei bislang noch keine Antwort gefunden.

(Red/tkl)