Nachhaltigkeit in Tönisvorst Tag der Architektur soll Renovierungen statt Neubau fördern

Tönisvorst · Die Energie in gebauten Häusern soll erhalten werden, Neubauten mit ihren Emissionen für Bau, Baustoffe vermieden werden. Ein Haus in Vorst ist ein Beispiel dafür.

 Dieses Haus in Vorst wurde aufwendig saniert. Es kann beim Tag der Archietktur besichtigt werden.

Dieses Haus in Vorst wurde aufwendig saniert. Es kann beim Tag der Archietktur besichtigt werden.

Foto: GWG

(svs) „Einfach (Um)Bauen“ – so lautet das bundesweite Motto zum „Tag der Architektur 2024“, der am Wochenende 29. und 30. Juni zum 29. Mal stattfinden wird.

153 Architekturprojekte nehmen im Jahr 2024 am Tag der Architektur in NRW teil - darunter neue und umgebaute Wohnhäuser oder Bauwerke, Quartiere, Privatgärten und Parks. Mit dem bundesweiten Motto „Einfach (Um)Bauen“ wollen die deutschen Architektenkammern zu einer stärkeren Wertschätzung des Gebäudebestandes beitragen, dessen Entwicklungsfähigkeit, aber auch Bedeutung als Bewahrer „grauer Energie“ und wertvoller Baustoffe am besten am konkreten Beispiel überzeugend belegt werden kann.

GWG des Kreises präsentiert Vorster Sanierungsbeispiel

Als ein wichtiges Beispiel dafür wird ein Haus in Vorst präsentiert. Das Gebäude an der Dellstraße 5 und 7 wurde komplett saniert und unter energetischen und nachhaltigen Aspekten optimiert. Dieses Modellvorhaben zur Effizienzhaus-Stufe 40 EE präsentiert die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Viersen (GWG) am Samstag, 29. Juni, zwischen 14 und 17.30 Uhr. Die komplette Gebäudehülle des Mehrfamilienhauses wurde gedämmt, die Fassade als Holzfassade neu aufgebaut. Die Heizungs- und Wasseranlage wurde auf eine Luftwärmepumpe in Kombination mit Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage und Photovoltaikanlage umgestellt.

Es gibt aber auch Beispiele in anderen Kommunen des Kreises Viersen. So in Brüggen am Von-Schaesberg-Weg 43-43a. Hier kann der Neubau von zwei Wohnhäusern (KfW 55) mit je acht Wohneinheiten mit Wärmepumpe und dezentraler Warmwasseraufbereitung am Samstag, 29. Juni zwischen 10 und 12.30 Uhr besichtigt werden.

In Nettetal-Breyell an der Paul-Therstappen-Straße 98-99 steht die energetische Sanierung und Errichtung von Vorsatzbalkonen im Mittelpunkt. Die Häuser Baujahr 1965 können baukulturell Interessierte ebenfalls am Samstag, 29. Juni, aber von 14 bis 16 Uhr, besichtigen Die energetische Sanierung auf den KfW Standard EH70 umfasste neue Fenster mit Dreifach-Verglasung, ein mineralisches Wärmeverbundsystem (WDVS), das Dämmen der obersten und untersten Geschossdecke, eine Luftwärmepumpe mit dezentralen Durchlauferhitzern, den Einbau von Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung und einer Photovoltaikanlage im Mieterstrommodell.

In Nettetal-Schaag an der Boisheimer Straße 2-4 stellt die GWG am Samstag, 29. Juni, von 10 bis 12.30 Uhr die Modernisierung einer ehemaligen Sparkassenfiliale zu drei Wohneinheiten vor. Alle drei Wohnungen sind im Erdgeschoss barrierefrei zugänglich und verfügen über einen separaten Eingang. Die Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss erhielten einen großzügigen Balkon.

(svs)