Tönisvorst: Kommunaler Ordnungsdienst KOD bekommt Verstärkung

Hauptausschuss : Verstärkung für den Ordnungsdienst

Eine weitere Stelle soll in den Personalplan für den Ordnungsdienst eingestellt werden.

Tagsüber ist ein Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, im Volksmund auch Ordnungsamt genannt, in Tönisvorst unterwegs, abends und nachts sind es zwei. Auf Anfrage der CDU-Fraktion im Hauptausschuss teilt Bürgermeister Thomas Goßen mit, dass im nächsten Jahr eine weitere Stelle für den Tagesdienst geschaffen werden soll.

„Wir wollen eine vierte Stelle in den Stellenplan aufnehmen und besetzen“, sagt Goßen, der seit fast eineinhalb Jahren auch Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung ist. Außerdem habe die Stadtverwaltung die Ausbildungsstandards neu definiert und die Ausstattung der Mitarbeiter erneuert. „Wir haben uns dabei an den Städten Viersen und Willich orientiert“, sagt der Bürgermeister.

Ganz auf sich gestellt sind die Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes nicht. Vielmehr gebe es eine enge Zusammenarbeit mit den Polizeiposten von St. Tönis und Vorst sowie mit der Kreispolizeibehörde. „Pro Quartal gibt es eine Sicherheitskonferenz, bei der brennende Themen besprochen werden“, teilt Bürgermeister Goßen im Fachausschuss mit. Ein Schwerpunkt sei immer wieder die Freizeitanlage am Pastorswall in St. Tönis. Nächtliche Ruhestörung und Drogenhandel seien die beiden großen Ärgernisse.

Aber auch das St. Töniser Schulzentrum an der Corneliusstraße sei immer wieder Thema. Dort seien drei Problemschwerpunkte bekannt: Vandalismus auf dem Schulgelände, Ruhestörung sowie Gefährdung durch Autorennen auf dem großen Parkplatz. „Das Grundstück ist nicht eingezäunt und so für jeden frei zugänglich“, erklärt Goßen. Die Stadt habe bereits überlegt, eine Schranke anzubringen, die abends die Einfahrt auf den Parkplatz verhinderte. Weil aber sowohl im Forum des Schulgebäudes als auch in der Turnhalle und den Vereinsheimen viele Veranstaltungen stattfänden, sei die Zahl der Berechtigten, die auf den Parkplatz fahren dürfen, sehr
hoch.

Anwohner der Jahn-Sportanlage beklagen Ruhestörung

Alexander Decher von der CDU-Fraktion weist darauf hin, dass sich in der Bürgersprechstunde der Partei neben Anwohnern des Schulgeländes auch Anwohner der Jahn-Sportanlage über nächtliche Ruhestörung durch Autorennen beschwert hätten. Der Ordnungsdienst möge diesen Bereich deshalb auch in den Blickpunkt nehmen, bittet Decher.

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