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Tönisvorst: FDP will weiter das Ende der Campus-Planung

FDP will weiter das Ende der Campus-Planung : Das Campus-Projekt ist am Donnerstag auch Thema im Stadtrat

Die Tönisvorster Liberalen fordern, dass die Arbeiten und Planungen zum Campus-Projekt am Wasserturm sofort eingestellt werden. Darüber wird der Stadtrat am Donnerstag entscheiden.

(msc) Zwar wird in der Sitzung des Tönisvorster Stadtrates am Donnerstag, 23. Juni, 18 Uhr, in der Rosentalhalle noch nicht über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens der Initiative Campcorn zum Campus-Projekt entschieden, Thema wird das Thema Campus dennoch sein: Die FDP beantragt erneut, dass die Arbeiten und Planungen zum Projekt mit einer Umsetzung auf der Fläche am Wasserturm eingestellt werden. Das hatte so auch schon auf der Tagesordnung der Mai-Sitzung gestanden, war auf Bitten der Verwaltung aber verschoben worden.

FDP-Ratsherr Marcus Thienenkamp sagte in der Sitzung, dass die Weiterverfolgung nicht mehr sinnvoll sei. Zur Ansicht der FDP, dass das vorgesehene Gelände platz- und verkehrstechnisch nicht geeignet sei, kämen zwei weitere gewichtige Gründe hinzu, „die Reißleine zu ziehen“: Die Baupreise seien astronomisch gestiegen, und die wesentlichen Fördermöglichkeiten seien weggefallen. Die Liberalen wollen, dass die Verwaltung beauftragt wird, unverzüglich bestehende Planungen zur Beseitigung der in kommenden Schuljahren drohenden Raumnot wieder aufzunehmen und weiterzuverfolgen (Bau eines Fachraumzentrums) und einen Plan der notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen an den bestehenden Schulgebäuden Corneliusfeld und Kirchenfeld vorzulegen. Den für das Kirchenfeld notwendigen Maßnahmen soll eine Planung für einen Neubau der Rupert-Neudeck-Gesamtschule am Corneliusfeld gegenübergestellt werden. „Energie- und klimapolitischen Aspekten ist bei den Planungen vorrangig Rechnung zu tragen“, so die FDP.

Christian Rütten, Fraktionsvorsitzender der CDU, sagt: „Wir werden, da es im Grunde unsere Forderung ist, natürlich den Antrag der FDP unterstützen. Jedoch mit einer Änderung. Wir sehen die Prioritäten bei der Gegenüberstellung in den Finanzierungsmöglichkeiten unserer Stadt und der kürzesten Bauzeit. Es gibt Realitäten, denen wir uns stellen müssen. Es wird gerade finanziell eng für viele Menschen in Tönisvorst, und 2026 brauchen wir die Räume für unsere Schülerinnen und Schüler. Ende mit Wolkenkuckucksheim!“

(msc)