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Tönisvorst: Engpässe bei der Bearbeitung der Briefwahlanträge

Kommunalwahl : Briefwahl: 3000 Anträge innerhalb weniger Tage

In Tönisvorst gibt es personelle Engpässe bei der Bearbeitung der Briefwahlanträge. Diese können diesmal auch digital gestellt werden.

„Die Anträge gehen gerade im Minutentakt ein, wir sind jetzt bei 3000“, berichtete Catharina Perchthaler, Stadtsprecherin in Tönisvorst, am Montagmittag. Gemeint sind die Briefwahlanträge für die Kommunalwahl am 13. September. Seit Ende vergangener Woche könne die Unterlagen in Tönisvorst angefordert werden. Schon über das Wochenende seien rund 2000 Anträge gestellt worden, so Perchthaler. Am Montag folgte dann der nächste Schwung.

Das bringt die Verwaltung, was die Bearbeitung angeht, etwas in Bedrängnis. „Wir bitten um Geduld“, so die Stadtsprecherin. Man habe personaltechnisch bereits aufgestockt, von sonst vier auf neun Bearbeiter. „Uns war ja klar, dass durch die Pandemie diesmal mehr Anträge eingehen würden.“ Aber gleich so viele auf einmal? „Das hat vielleicht auch ein Stückweit damit zu tun, dass die Anträge auch digital gestellt werden können“, so Perchthalers Vermutung (mehr dazu im Infokasten). „Dass dann alle auf einmal kommen, ist nicht so leicht zu bewältigen.“

Hinzu komme, dass einige der Bearbeiter krankheitsbedingt derzeit nicht im Einsatz seien. Diese Ausfälle würden nun vorübergehend durch Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen und vom Bauhof aufgefangen. „Wir hoffen, dass wir die Anträge bis zum Ende der Woche abgearbeitet haben“, so Perchthaler.

Viele Anträge auch in
Willich und Grefrath

Auch in Willich übersteigt die Zahl der Briefwahlanträge bereits jetzt die der letzten Kommunalwahl 2014: „Da hatten wir insgesamt rund 5500 Briefwähler“, sagt Anja Lambertz-Müller vom Willicher Wahlamt. Diesmal seien es zum aktuellen Zeitpunkt, knapp drei Wochen vor der Wahl, schon 8000 Anträge. „Wir sind ja auch schon seit dem 10. August dran“, so Lambertz-Müller. „Besonders in den ersten beiden Wochen waren es sehr viele, das pendelt sich nun so langsam ein.“ Man sei aber mit der Flut an Anträgen „soweit gut“ klargekommen, „wir hatten aber auch entsprechend personell aufgestockt.“

Ähnlich gestaltet sich die Lage im Grefrather Rathaus. Irene Fenten kümmert sich dort um die Briefwähler und kann den allgemeinen Trend bei dieser Wahl bestätigen: „Es sind schon sehr, sehr viele Anträge.“ Die 2000 werde man zum Wochenstart sicher überschreiten. Beim letzten Mal seien es in der Gemeinde zwischen 1300 und 1400 insgesamt gewesen. „Bislang verläuft das bei uns aber ohne Engpässe“, so Fenten.

Die Redaktion hat auch im Kempener Rathaus eine Anfrage zum Thema gestellt. Die Stadtverwaltung konnte am Montag noch keine Antwort liefern.