Kommunalwahlteam der Tönisvorster SPD steht Bürgermeister-Kandidat Leuchtenberg kommt gut aus dem Startblock

Tönisvorst · 97,7 Prozent bekommt Uwe Leuchtenberg von „seiner“ SPD. Kandidaten für die Wahlbezirke in Tönisvorst sind ebenso aufgestellt.

 Uwe Leuchtenberg (Mitte) bekam rund 98 Prozent der Stimmen. Seine Rede hörten auch Helge Schwarz (l.) und Wolfgang Schouten.

Uwe Leuchtenberg (Mitte) bekam rund 98 Prozent der Stimmen. Seine Rede hörten auch Helge Schwarz (l.) und Wolfgang Schouten.

Foto: Norbert Prümen

Rosentalhalle. Die Heim-Gast-Uhr geht eine Stunde nach, aber die SPD geht pünktlich ins Rennen. Spitzenmann Uwe Leuchtenberg kommt sehr gut aus dem Startblock. Er holt 42 von 43 Stimmen. Nur eine Person im Team stimmt mit Nein. Leuchtenberg war es nicht: Er grinst, als er am Freitag, 18.37 Uhr, die Wahl kommentiert: „Die allermeisten haben es so gemacht wie ich.“ Er schwört seine Genossen kürzer, als man es von ihm gewohnt ist, ein: „Wir machen es zusammen. Wir gewinnen zusammen. Ein klasse Ergebnis.“ 97,7 Prozent, geholt am 22. Mai. Und Platz 1  auf der Reserveliste.

Uwe Leuchtenberg, 62, ist Tönisvorster mit Wohnsitz Vorst. Laut Wahlslogan hat er die ganze Stadt im Blick. Er trägt nun offiziell das Trikot „Bürgermeister-Kandidat“ der SPD. Zwei weitere Parteinamen soll es tragen: Uwe Leuchtenberg hat in seinem dritten Anlauf auf das Spitzenamt einer Kommunalwahl die Unterstützung vom Vorstand der Grünen und der Gemeinschaft unabhängiger Tönisvorster (GUT). „Das erste Mal mit Partnern“, sagt er. Anders gesagt: drei für einen gegen Konkurrent Thomas Goßen (CDU). Zieleinlauf ist am Wahltag 13. September.

Die Rosentalhalle ist am Freitag nicht der Ort für flammenden Wahlkampfreden. Die verlegt Leuchtenberg nach seiner Auftaktpräsentation mit Video und Online-Pressekonferenz vor einigen Tagen in die nächsten Wochen. Wahlkampf im Coronajahr 2020 ist anders. Digital. Noch ohne die klassische, dem Bürger nahe politische Präsenz am Stehtisch unterm Sonnenschirm. Leuchtenberg will alle Kanäle bespielen, soziale Medien nutzen, aber auch per Telefon rund um die Uhr erreichbar sein: „Ihr könnt mich sieben Tage die Woche anrufen.“

Seine Themenliste umfasst 25 Punkte. Viel umzusetzen, was seiner Meinung nach liegenblieb. Projekte wie Radwege oder Hospizplätze will er gemeinsam mit SPD-Kandidaten der Nachbarstädte anpacken.

Das weitere Personal-Tableau der Sozialdemokraten steht fest. Parteichef Helge Schwarz sah „weitestgehend die weiteren Vorschläge des Ortsverbands-Vorstandes zur Reserveliste“ bestätigt. Hinter Leuchtenberg reihen sich Christa Voßdahls (33 von 42 Stimmen), Heinz Michael Horst (37), Silke Depta (40), Hans Joachim Kremser (38), Schwarz (38), Alina Leuchtenberg (39), Rolf Seegers (37), Ulrike Zitz (35) und Achim van den Heuvel (34) auf den ersten zehn Plätzen ein. Christoph Giltges (Reservelistenplatz 15) erhielt nicht die erforderliche Anzahl an Zustimmungen.  Nadine Giltges verpasste im Wahlgang knapp die notwendige absolute Mehrheit. Mathias Horst wurde auf den frei werdenden Platz gewählt.

In den 19 Wahlkreisen der Stadt  treten an: Hans Joachim Kremser (Wahlkreis 7010), Silke Depta (7020), Achim van den Heuvel (7030), Jens Reitzig (7040), Mathias Horst (7050), Christa Voßdahls (7060), Bernd Füsgen (7070), Heinz Michael Horst (7080), Rolf Seegers (7090), Benno Henschen (7100), Ulrike Zitz (7110), Benjamin Voßdahls (7120), Helge Schwarz (7130), Timo Schönen (7140), Julian Depta (7150), Udo Beine (7160), Tim Wiedenberg (7170), Alina Leuchtenberg (7180) und Uwe Leuchtenberg (7190).

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