Tönisvorst: Ausschuss vertagt sich wieder

Tönisvorst: Ausschuss vertagt sich wieder

Schwierige Entscheidung über Photovoltaik.

Tönisvorst. Aller guten Dinge sind wohl drei. Denn zum dritten Mal vertagte jetzt der Planungsausschuss die Entscheidung, ob er einem Eigentümer gestattet, auf seinem Grundstück eine Photovoltaikanlage zu errichten.

Das Grundstück liegt in einem hinteren, noch unbebauten Bereich der Benrader Straße. Da von der Anlage eine Blendwirkung ausgehen kann und davon Anwohner beeinträchtigt werden könnten, hatte der Ausschuss den Investor schon mehrfach gebeten, die Zustimmung aller angrenzenden Grundstückseigentümer einzuholen. Voraussetzung zur Errichtung der Anlage ist eine Änderung des Bebauungsplanes.

"Das Ergebnis befriedigt uns nicht." So reagierte Christiane Tille-Gander (CDU), als der Investor zwar sechs Zustimmungen von Nachbarn vorlegte. Es fehlten aber nach wie vor drei Erklärungen.

Für die SPD war Johannes Funck für den Bau der Photovoltaikanlage: "Wir dürfen dies nicht weiter verhindern." Die Mehrheit des Ausschusses befürchtet, dass nach einer B-Planänderung Proteste kommen könnten, die dann erst in lang dauernden Prozessen entschieden würden.

"Wir machen einen allerletzten Versuch", fasste Ausschuss-Vorsitzender Hans-Joachim Kremser den einstimmigen Beschluss zusammen: Die Verwaltung soll sich um die fehlenden Zustimmungen kümmern. Bürgermeister Goßen blieb skeptisch: "Wir können niemanden zwingen, diese Erklärung abzugeben." Der Ausschuss will in seiner nächsten Sitzung entscheiden.

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