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"Tecker-Harry" Harald Klupsch aus Tönisvorst feiert Bühnenjubiläum

Geburtstag und Bühnenjubiläum : Für Musiker „Trecker Harry“ gibt es gleich doppelten Grund zum Feiern

Harald Klupsch ist vielen bekannt als „Trecker-Harry“. Jetzt feierte er seinen 75. Geburtstag und sein 60. Bühnenjubiläum mit einem großen Fest, zu dem viele musikalische Wegbegleiter kamen.

(aleu) Musizieren, Spaß und Freude bringen, Spenden sammeln: Dafür ist Harald Klupsch, genannt „TreckerHarry“, allseits in der Apfelstadt und auch darüber hinaus bekannt. Überall ist er präsent, packt seine Gitarre aus, spielt und singt Oldies, Schlager und Kölsche Lieder auf Straßen- oder Stadtfesten, bei Geburtstagen und sonstigen Anlässen. Meist sammelt er hierbei für einen guten Zweck. Kürzlich vollendete Klupsch sein 75. Lebensjahr und feierte wenig später im Rahmen eines Musiker-Treffens. Alle Musikanten traten gagenfrei auf, wurden dafür aber mit viel Applaus und guter Verpflegung verwöhnt.

Gleichzeitig beging Klupsch gemeinsam mit seinen rund 250 Gästen auch sein 60. Bühnenjubiläum. Lange ist es her: Im Alter von 13 Jahren begann er, Gitarre zu spielen, 1962 stand er bereits zum ersten Mal als Musiker auf der Bühne. Klupsch erinnert sich: „Ich war damals 15. Wir traten mit unserer Schülerband der Krefelder Volksschule Thielenstraße in Oppum im sogenannten Jazzkeller auf, einem Raum unter der damaligen Evangelischen Kreuzkirche auf der Thielenstraße.“ Rückblick: Aus einem zwanglosen Musiker-Treff, Ende der 90er-Jahre gegründet von „Taxi-Willi“ in Kempen, wurde im Laufe der Jahre ein organisiertes Musikanten-Treffen. Klupsch erzählt: „Jeder durfte sich auf der Bühne produzieren und vorstellen, egal ob alleine, in einer neuen Formation, mit neuem Equipment oder auch neuem Programm. Seit einigen Jahren bin ich nun für die Organisation des Treffs zuständig, und es gab bereits viele schöne Veranstaltungen in diversen Lokalitäten.“

Anlässlich Klupschs Geburtstag und Bühnenjubiläum, das auf dem Gelände des Cafés „Wingertsches Erb“ in Unterweiden stattfand, spielten unter anderem die Bands Old Iron, Friday Morning, Beatles & More und auch das italienische Gesangs-Duo Francesco und Enza. Die meisten all dieser Musikanten sind seit ihrer Jugend, genau wie Klupsch auch, rund um Krefeld und Kempen unterwegs und treten hobbymäßig auf.

 Harry Klupsch (Mitte) bei einem seiner ersten Auftritte im Jahr 1962.
Harry Klupsch (Mitte) bei einem seiner ersten Auftritte im Jahr 1962. Foto: Klupsch

Klupsch verzichtete auf Geschenke und sammelte stattdessen Spenden für das Blasorchester Altenahr im Ahrtal. „Ich habe erfahren, dass bei der großen Flut im Juli 2021 deren Probenraum samt vieler Instrumente und Noten ,weggeschwommen‘ und somit zerstört worden ist. Seitdem probt das Orchester in einem Container. Da wollte ich gerne helfen“, erzählt „TreckerHarry“. Am Festtag wurde an einem großen weißen Zaun eine Spendenbox befestigt und im Laufe des Tages reichlich durch die Gäste befüllt. Nun fand die Spendenübergabe vor Ort statt: Wolfgang Mönch, Vorsitzender des Blasorchesters Altenahr, und Kassiererin Andrea Kürsten freuten sich sehr über die Finanzspritze in Höhe von 1350 Euro, die Harry Klupsch ihnen persönlich
überbrachte.

(aleu)