SV Vorst 1919 feiert 100-Jähriges: Neue Umkleiden im Jubiläumsjahr

100 Jahre SV Vorst 1919 : SV Vorst: Neue Umkleiden zum 100. Geburtstag

Im Jubiläumsjahr hat der Verein viel vor: Arbeit und Feiern. Der Pachtvertrag mit der Stadt wurde aktualisiert und verlängert.

Wie heißt es so schön: Wer feiern kann, kann auch arbeiten. Der SV 1919 Vorst wird 2019 in dieser Hinsicht sein Stehvermögen unter Beweis stellen (müssen). Gefeiert wird zum Hundertjährigen in Serie: sportlich ersehnt wahrscheinlich der Aufstieg der eingeschworenen 1. Senioren-Mannschaft in die Bezirksliga. Dort haben die Vorster vor 40 Jahren das letzte Mal gespielt.

Dann kommen zum Jubiläum im Juli nicht nur Familien, die Fußballsport und Geselligkeit in diesem Verein so schätzen, sondern sogar ehemalige Profikicker. Keine geringere als die Weisweiler-Traditions-Elf macht dem SV Vorst ihre Aufwartung. SV-Vorsitzender Michael Nöhles und Geschäftsführer Helmut Loyen sind voller Vorfreude: „Wir haben die Verträge bereits unterschrieben.“

Im Laufe des Sommers stehen noch das Hobby-Turnier, die Jugendtage in Vorst und zu guter Letzt als Höhepunkt des Feier-Reigens im September ein Festwochenende mit Sportlerparty und Altherrenturnier an. Das Komitee „Die Hundertjährigen“ kümmert sich ums Programm.

Zwischen diesen Sportterminen krempeln die Vorster die Ärmel hoch,  setzen ihre Muskelkraft abseits des Fußballplatzes ein: für den Bau von Umkleidekabinen auf dem gepachteten Gelände ortsauswärts, nahe dem Vorster Kreisverkehr.

Am Donnerstag haben Nöhles und Loyen gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Goßen und Jörg Friedenberg, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der Stadtverwaltung, den neuen Pachtvertrag unterschrieben. Sie haben ihre 20 Jahre währende Partnerschaft erneuert und vorzeitig auf Fortdauer (30 Jahre) ausgelegt. Der SV Vorst war der erste Verein, dem die Stadt eigenverantwortlich die Sportanlagen übertragen hat. „Eine gute Zeit ohne großen Streit“, sagt Nöhles. Goßen betont das „Vertrauensverhältnis“, spricht von einer Win-win-Situation durch langfristige Planungssicherheit.

Die Infrastruktur des Geländes ist bedeutend verbessert worden. 2004 kam der Naturrasenplatz, 2010 wurde der Kunstrasenplatz eingeweiht, der „bis heute in einem Topzustand“ sei, sagt Loyen. Elf Mannschaften – drei Senioren- und acht Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenteams (U13 und U17) – sind die sportlichen Aktivposten. Für sie sollen Umkleidekabinen entstehen. Zwei Neubauten sollen die Anlage, die der Verein vor 50 Jahren bekommen und seit 1999 sukzessive modernisiert hat, abrunden. Der Kabinentrakt wird, unterstützt durch das Sportförderprogramm, über die NRW-Bank finanziert. „Zurzeit liegen die Kosten bei knapp über 200 000 Euro“, so Nöhles. Die Sparkassenstiftung hat eine Unterstützung in Höhe von 16 000 Euro signalisiert. Die Muskelhypothek der Vereinsmitglieder soll Kosten senken. Am Gelingen der Aufgabe hat Jörg Friedenberg keinen Zweifel: „Der SV Vorst hat schon bewiesen, dass er die Arbeiten mit eigenen Leuten leisten kann. Das wird funktionieren.“