SV übernimmt kleine Turnhalle

Stadt will Pachtvertrag für Halle und sanierten Aschenplatz vorlegen.

St. Tönis. Im Laufe der 16. Kalenderwoche — 16. bis 20. April — sollen die Verantwortlichen des Spielvereins (SV) St. Tönis einen unterschriftsreifen Pachtvertrag vorliegen haben. Das haben Bürgermeister Thomas Goßen und Kämmerin Nicole Waßen in einem Gespräch dem Vereinsvorsitzenden Helmut Thommessen und Finanzwart Heinz-Gerd Stroecks am Donnerstag angekündigt.

SV übernimmt kleine Turnhalle

Dieser Vertrag macht die SVler, die bereits zwei vereinseigene Rasenplätze haben, zum Pächter der „kleinen Turnhalle“ (Baujahr 1960) und des sanierten Aschenplatzes auf der Jahnsportanlage. Damit schlösse die Stadt nach fünf Jahren Planung, Verhandlung, unvorhergesehener Zwischennutzung und einem nicht reibungslosen Planungs-Neustart ihr „Kernziel“ ab, den gesamten Bereich der Sportanlage neu zu ordnen.

Der Tennis Club Grün-Weiß hat seine Platzfläche erweitert, DJK Teutonia 2015 den Rasenplatz und die Gymnastikhalle übernommen. Nun folgt der SV St. Tönis, der in Erwartung einer kurz bevorstehenden Sportstätten-Übernahme bereits Mitte 2017 einen neuen Platzwart eingestellt hatte. Die bisherigen Personalkosten — laut Stroecks fast 20 000 Euro — hat der Verein aus seinen Rücklagen gezahlt.

Goßen und Waßen räumten in dem Gespräch mit der Vereinsführung ein, dass man eigentlich weiter sein wollte „als wir sind“. Durch die Unterbringung von Flüchtlingen zwischen April 2015 und April 2017 waren die Verhandlungen zwischen Stadt und SV unterbrochen worden.

Nachdem die Halle wieder frei war, wurde unter anderem der Boden renoviert. Umfängliche Ausschreibungsverfahren und Dauer der Renovierung haben zu Verzögerungen geführt. Verbrauchskosten (Strom und Wasser) mussten auseinanderdividiert werden. Die Stadt hat dem Verein signalisiert, im Rahmen des Gebäudemanagements eine bessere „Feedback-Kultur“ zu pflegen und die Kommunikation zu verbessern.

Der „Arbeitskreis Anpachtung“ im SV wird sich den Vertragsentwurf ansehen. Abschließend wird der abgestimmte Vertrag im Fachausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing vorgelegt. Dieser tagt am 5. Juni. Noch rechtzeitig vor dem Tag des Jugendfußballs am 17. Juni. Dann will sich der SV ganz auf seine Gastgeberrolle für 3000 Sportler konzentrieren.