Suppenküche Marienheim wird reaktiviert

Suppenküche Marienheim wird reaktiviert

Wer wenig Geld hat oder ganz einfach andere Menschen treffen will, kann alle 14 Tage kommen.

St. Tönis. Bekanntlich gibt die Tönisvorster Hilfe jeden zweiten Mittwoch im Marienheim die Lebensmittel aus. An den Mittwochen zwischendurch kann dort bald auch im Saal oder bei schönem Wetter draußen unter Pavillons gegessen werden. Und Zeit für Begegnungen ist dann auch. Maria Leyendeckers und Pfarrer Ludwig Kamm haben die Idee der Reaktivierung der alten Suppenküche gehabt.

Johannes Thelen gehört schon lange dem Kirchenvorstand von St. Cornelius an, singt außerdem im Kirchenchor. Er hat jetzt einen zusätzlichen ehrenamtlichen Job. Der 68-Jährige ist in der neuen Suppenküche, aus der bis zum Umzug die Knirpse des Kindergartens verpflegt werden, der Chefkoch. Ihn werden Elisabeth Vierhaus, Rautgundis Puneßen, Gertrud Lenzen, Margot Klein, Willi Zboralski und Schwester Patricia unterstützen. Schwester Patricia vom Orden der Salvatorianerinnen ist vom Bistum nach St. Tönis entsandt worden, sie soll in der katholischen Pfarrgemeinde soziale Aufgaben übernehmen.

Gestern gab es bei der Vorstellung des neuen Angebots eine schmackhafte Kartoffel-Lauchcremesuppe, die auch am 2. April serviert wird. „Wir sind gespannt, wie viele Leute kommen“, sagte Pfarrer Kamm. Voranmeldungen sind nicht erforderlich. „Eine kleine Spende der Teilnehmer wäre ganz gut, ist aber keine Bedingung“, erklärt der Priester.

Chefkoch Thelen hatte schon mal überschlagen: „Wir gehen anfangs von etwa 40 Gästen aus, werden aber auch die Suppe vorkochen und einfrieren, falls mehr kommen.“ Maria Leyendeckers, Chefin des Familienzentrums, das den Betrieb der Küche mit 500 Euro mitfinanziert hatte, erklärte: „Wichtig sind uns auch viele Gespräche untereinander.“

Als mögliche Ansprechpartner für Ratsuchende werden auch Vertreter der Kirchengemeinde dabei sein. „Von einem Flop gehen wird nicht aus“, sagt Johannes Thelen und hofft auf viele Gäste. Pfarrer Kamm hatte noch eine andere Idee: „Vielleicht bieten wir zukünftig auch einige Kochkurse an.“ Warum? Der Seelsorger gibt seine Eindrücke von den Ausgaben der Tönisvorster Hilfe wider: „Es gibt einige wenige, die dabei nach der speziellen Zubereitung der verschiedenen Gemüsesorten gefragt hatten und dabei können wir vielleicht auch helfen.“ Jetzt freut sich das Koch-Team aber erst einmal auf die Premiere.