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St.Tönis: Ein Frischemarkt mit vier Inseln

St. Tönis erleben : Ein Frischemarkt mit vier Inseln

Am Sonntag, 4. Oktober, gibt es Stände und die Geschäfte in der St. Töniser Innenstadt können öffnen.

Mit den verkaufsoffenen Sonntagen ist es im Moment nicht einfach. Eigentlich darf es diese nur geben, wenn es auch einen besonderen Anlass, ein Fest zum Beispiel, gibt. Da Corona Feste deutlich erschwert, wollte das NRW-Wirtschaftsministerium eigentlich bis Ende des Jahres auch verkaufsoffene Sonntage ohne Anlass genehmigen. Damit sollte der durch die Pandemie und die damit einhergehenden Auflagen gebeutelte Einzelhandel gestärkt werden. Doch das Oberverwaltungsgericht in Münster kippte diese Regelung und die Gewerkschaft Verdi ging auch juristisch gegen Städte, die solche Sonntagsöffnungen ohne Anlass genehmigten. In Krefeld hatte die angedrohte Klage der Gewerkschaft dazu geführt, dass die Stadtverwaltung ihre Genehmigung für den verkaufsoffenen Sonntag in Hüls zurückgezogen hat.

Fokus auf Regionalität
und Erntedank-Idee

Um auf der sicheren Seite zu sein, muss es also eine Veranstaltung geben, wenn sonntags die Geschäfte öffnen wollen. Daher hat sich die Werbegemeinschaft „St. Tönis erleben“ für Sonntag, 4. Oktober, etwas überlegt. Dann sind alle Tönisvorster eingeladen von 11 bis 18 Uhr den Frischemarkt in der St. Töniser Innenstadt zu besuchen. Dazu wurde eigens ein Hygienekonzept mit der Stadt vereinbart. Der Markt findet demnach entzerrt an vier Orten – Seulenhof, südlicher Teil der Fußgängerzone, Rathausplatz und Antoniusdenkmal – statt.

Der Fokus des Markts am Erntedanktag liegt dann auf Regionalität und der ursprünglichen Erntedank-Idee. An diesem Tag laden auch die beiden Tönisvorster Pfarrgemeinden St. Godehard Vorst und St. Cornelius St. Tönis zum gemeinsamen Erntedank-Gottesdienst ein. Um 11.30 Uhr beginnt der Gottesdienst auf der Wiese der Familie Reiners, Oedter Straße 68, in Vorst. Musikalisch begleitet wird das Fest vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr. Kollekte und Spenden kommen der Tönisvorster Hilfe zugute. Die Erntedankfeier findet zwar auf der Wiese statt, dennoch werden die Besucher gebeten, eine Mund-Nase-Maske zu tragen und sich anzumelden. Das ist über die Homepage www.gdg-kempen-tönisvorst.de möglich oder bis zum 1. Oktober telefonisch in den Pfarrbüros, Tel. 02156/978 570 oder 02151/790 350. Bei schlechtem Wetter fällt der Gottesdienst aus.

Zurück in die Innenstadt: Dort können sich die Besucher am Sonntag, 4. Oktober, über Kürbisschnitzen, Honig-Herstellung und vieles mehr informieren und teilweise auch selbst mitmachen. Außerdem verkaufen Essensstände einige Leckereien passend zur Herbstzeit. „Die Veranstaltung wird kleiner und ist nicht vergleichbar mit den Frischemärkten sonst“, sagt Melanie Barth-Langenecker vom Vorstand von „St. Tönis erleben“. Auch die Autoschau, die in den Vorjahren zum Event dazugehörte, wird es diesmal nicht geben können. Aber der Interessensgemeinschaft mit Mitgliedern aus Handel, Handwerk, Dienstleistung und Gastronomie war es wichtig noch einmal die Gelegenheit zum verkaufsoffenen Sonntag zu geben.

Auch der Seulenhof wird
so eingebunden

„Dadurch, dass wir diese kleineren Inseln schaffen, können wir die Corona-Schutzverordnung einhalten“, so Melanie Barth-Langenecker. Schön sei, dass man so nun auch den Seulenhof in die Veranstaltung einbeziehe. Die Idee habe es vorher auch schon gegeben. Stehtische darf es keine geben, dafür werden aber Sitzmöglichkeiten geschaffen. Masken müssen die Besucher bei der Veranstaltung unter freiem Himmel nicht tragen. Noch sei man mitten in den Planungen und es können sich auch noch Aussteller melden. Regionale Produzenten sind dabei, auch wenn das gerade für die Obsthöfe, die mitten in der Apfelernte stecken, nicht leicht ist.

Die Geschäfte haben den Sonntag über geöffnet. Und „St. Tönis erleben“ freut sich die Gäste unter den Corona-Rahmenbedingungen, insbesondere der Einhaltung des Abstandsgebots, am 4. Oktober begrüßen zu dürfen.