Stille „Stadthalle“ für alle Willicher

Stille „Stadthalle“ für alle Willicher

Die geplante Halle in Willich soll allen zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk liege auf dem Lärmschutz, sagen die Planer.

Willich. Der Haupt- und Finanzausschuss hat der Verwaltung in Zusammenhang mit dem Projekt „Stadthalle“ in Alt-Willich einen Antrag gestellt: Die Halle soll allen Organisationen, Schulen, Vereinen und Bürgern der Stadt Willich gleichermaßen zur Verfügung stehen. Dies müsse bei der Planung berücksichtigt werden, auch im Hinblick auf den Lärmschutz.

Darüber hinaus wurde die Verwaltung damit beauftragt, eine Vorplanung für eine Halle mit jeweils 500, 700 oder 1 100 Plätzen zu erstellen. Kämmerer Willy Kerbusch hat genaue Vorstellungen bezüglich der Kosten: „Über zwei Millionen Euro ist nichts machbar.“ Was er ebenfalls hervorhob: „Es wird keinen Gastronomen in der Halle geben, sondern einen Betreiber, der an unsere öffentlich-rechtliche Nutzungsordnung gebunden ist.“ Ein städtischer Betrieb komme ebenfalls nicht in Betracht.

Anfang des Jahres werde die Stadt in das „Interessenbekundungsverfahren“ gehen. „Ich habe bereits mit einigen potenziellen Interessenten gesprochen“, sagte Willy Kerbusch. Parallel würden die planerischen Voraussetzungen geschaffen. „Wir müssen die Sorgen der Anwohner aufnehmen und von Anfang an ein Klima schaffen, dass die Nachbarschaft gut mit der Halle leben kann“, forderte Johannes Bäumges (CDU).

Er verlangte, dass über den Lärmschutz frühzeitig gesprochen werden müsse. „Der Lärmschutz wird von Anfang an thematisiert“, versprach Kerbusch. „Wir brauchen eine Halle und wir stimmen diesem Verfahren zu“, erklärte Raimund Berg (Die Grünen). Die FDP wird sich enthalten.

„Wir wollen zwar auch eine Halle in Alt-Willich, stehen aber dem Standort am Sport- und Freizeitzentrum nach wie vor kritisch gegenüber“, sagte Hans-Joachim Donath (FDP). „Ihr müsst auch mal gestalten, euch nicht immer nur enthalten“, reimte daraufhin Guido Görtz (CDU).

„Wichtig ist, dass die Bürger die Halle auf dem Gelände des Sport- und Freizeitzentrums akzeptieren“, sagte Karl-Heinz Koch (FDP). „Wir werden da jetzt jede Menge Zeit reinstecken“, kündigte Kerbusch an.

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