Stadtwerke nicht in Gefahr

Zusammenarbeit: Willich und Meerbusch könnten gemeinsam Kosten sparen. Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen.

Willich. Die Stadtwerke Willich sind ins Gerede gekommen. Mal heißt es, es sei eine enge Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbetrieben Meerbusch geplant. Dann wieder ist die Rede davon, die RWE AG wolle unter anderem ihre Willicher Anteile (25,1 Prozent) einbringen, um an den Stadtwerken Krefeld/Neuss beteiligt zu werden. Ist die Eigenständigkeit der Willicher etwa in Gefahr?

Viel konkreter sieht für ihn die Sache mit Meerbusch aus. Tatsächlich gibt es Pläne, mit Beginn des neuen Jahres "Synergien" im Bereich der Sparten Strom, Gas, Wasser zu nutzen. "Ziel ist es, die Netze möglichst effizient zu betreiben", sagt Lopez. Und gibt ein Beispiel: der Bereitschaftsdienst beim Strom. Der muss bei Störungen nachts ausrücken. "Wenn man da Willich und Meerbusch zusammenlegt, könnte man Geld sparen", erklärt der Stadtwerke-Chef.

Denn darum geht es: Die mögliche Zusammenarbeit soll die Kosten senken - wovon dann auch die Kunden profitieren könnten. Auch die Frage, wie viele Vorgesetzte im Unternehmen eigentlich notwendig seien, müsse in diesem Zusammenhang gestellt werden.

Anteile: Die Stadtwerke Willich sind eine Gesellschaft der Stadt. Ein Anteil von 25,1 Prozent gehört dem RWE, das diesen vom Gasversorger Rhenag übernommen hat. Der hatte sich 1984 eingekauft.

Firmensitz: 1987 haben die Stadtwerke ihren heutigen Firmensitz an der Brauereistraße gekauft. Vorher war dort die Hannen-Brauerei.

Mitarbeiter: Die Stadtwerke haben rund 90 Beschäftigte. Seit 1999 ist Albert Lopez ihr Geschäftsführer.

Kooperation: Die Entscheidung über eine Kooperation mit Meerbusch soll bis zum Ende des Jahres fallen. Die Stadtwerke liefern Strom, Gas, Fernwärme und Wasser.

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