Stadtgeflüster: Willi Wisch ist wieder sauber

Stadtgeflüster: Willi Wisch ist wieder sauber

Heute geht es um den Frühjahrsputz, einen runden Geburtstag, ein neues Buch und um einen eifrigen Fotografen.

Willich/Tönisvorst. In der vergangenen Woche berichteten wir an dieser Stelle darüber, dass die „Willi-Wisch-Schilder“, die sich für eine saubere Stadt Willich einsetzen, ihrem Namen meistens keine Ehre machen. Doch im Augenblick zumindest gibt es keinen Grund zur Klage mehr: Durch eine private Facebook-Aktion der Seite „Schiefbahner Fanbase“ wurden sämtliche Schilder gesäubert. Jetzt strahlt „Willi“ wieder wie neu.

Bleiben wir noch kurz beim Thema Willi Wisch. Der Frühjahrsputz in der Stadt Willich litt in diesem Jahr unter dem winterlichen Wetter: Die Aktion musste deshalb um mehrere Stunden verschoben werden.

Sogar eine ganze Woche später als sonst wurden vergangenen Donnerstag die Kinder der Albert-Schweitzer-Schule in Anrath aktiv: Die traditionelle Reinigung des Theodor-Heuss-Parks war am 14. März wegen starken Schneefalls schlichtweg noch nicht möglich.

Hans-Gerd Wolters, in Tönisvorst bekannt durch seine ehrenamtliche Tätigkeit als St. Töniser Löschzugführer und hauptberuflich selbständiger Friedhofsgärtner, ist am Samstag 50 Jahre alt geworden.

Zu seiner Geburtstagsfeier machten die Aktiven der Gesamtfeuerwehr Tönisvorst, darunter auch der Musikzug und die Jugendfeuerwehr, ihm einen Überraschungsbesuch und brachten ihm ein Ständchen. Mitgebracht hatte die Feuerwehr, angeführt durch den stellvertretenden Tönisvorster Feuerwehrchef Hans Holtschoppen, einen Riesenpräsentkorb sowie Blumen für Ehefrau Gabi.

Feuerwehr ist bei Familie Wolters übrigens Familiensache: Schon der Vater des „Geburtstagskindes“, Hans Wolters, war Mitglied des Löschzuges St. Tönis und gehört heute zur Ehrenabteilung, Sohn Tobias Wolters ist nach wie vor aktiv.

Der Vorster Sebastian Thiel, 1983 in Viersen geboren, hat sein drittes Buch geschrieben — und wieder ist es etwas Historisches. Nach der „Hexe vom Niederrhein“ und der „Wunderwaffe“ hat er sich nun „Die Dirne vom Niederrhein“ vorgenommen. Ein Spiel um Lust, Liebe und Tod beschreibt er in dem 341 Seiten starken Werk, das im Jahr 1642 angesiedelt ist. Der Roman ist im Gmeiner-Verlag erschienen.

Kennen Sie die „Earth Hour“? Hinter diesem klangvollen Namen steht eine weltweite Aktion der Umweltschutzorganisation WWF. Millionen Menschen rund um den Globus, so das Ziel, schalten für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. Die deutsche WWF-Zentrale in Berlin kündigte jetzt an, dass auch die Stadt Willich offiziell an der Aktion am vergangenen Samstag teilnehme.

Die allerdings wusste von nichts. Auf Nachfrage erfuhr Pressesprecher Michael Pluschke dann in Berlin, dass sich einige Willicher Jugendliche, die vor dem Edeka-Markt Flyer verteilen wollten, unter „Stadt Willich“ für die Aktion angemeldet hatten. Kontrolliert wurde das vom WWF aber nicht. Für eine vollmundige Presseankündigung reichte es aber.

Schon seit 2002 macht sich der Willicher CDU-Bundestagsabgeodnete Uwe Schummer dafür stark, dass die Abgeordneten in Berlin ihre Einkünfte offenlegen. Nachdem der Bundestag nun entsprechende Beschlüsse gefasst hat, sieht er sich bestätigt: „Es ist gut, dass wir unsere Transparenzregeln verstärkt haben.

Dieser Prozess sollte nun auch durch die Ratifizierung der UN-Antikorruptionsrichtlinie ergänzt werden“, erklärt er. Schummer stellt seine kompletten Steuerbescheide ins Internet, denn „Transparenz ist die beste Medizin gegen Politikverdrossenheit“. Die Steuerbescheide sind auf seiner Homepage zu finden — allerdings bisher nur bis 2011. Wie so viele, hat auch der Abgeordnete offenbar für die Steuererklärung 2012 noch keine Zeit gehabt.

Zum Abschluss ein Blick in den Arbeitsalltag einer Zeitungsredaktion. Dass die Redakteure dort keine Mühen scheuen, um ein vernünftiges Blatt zu machen, versteht sich von selbst. Doch noch eifriger sind die Fotografen im Allgemeinen und Friedhelm Reimann im Besonderen. Der Vorster, ein WZ-Urgestein, ist auch nach seinem offiziellen Ruhestand unermüdlich auf Achse.

Jüngst erlebten ihn die Geehrten bei der Schulpreis-Verleihung von WZ und Sparkasse so richtig in Aktion. Selbst der Weg auf eine hohe Leiter war ihm nicht zu riskant, um ein vernünftiges Foto machen zu können. Dass er dabei auch Qualitäten als „Dirigent“ unter Beweis stellte, ließ den ein oder anderen Besucher in der Segway-Halle in Tönisvorst aber doch staunen.