Stadtbücherei Tönisvorst erhielt Spende für 45 neue Bücher

Tönisvorst : Bibliothek führt jetzt 45 neue Bücher

Unter anderem mit Spenden schaffte sich Bücherei weitere Krimis, Fantasy- und Satirewerke an.

Krimis querbeet durch alle Genres werden von den Tönisvorster Nutzern der Stadtbücherei besonders nachgefragt. Jetzt gibt es jede Menge Nachschub an Neuerscheinungen. Am Dienstag konnte das Büchereiteam um Carmen Alonso 45 Neuerscheinungen in die Regale einräumen. Angeschafft werden konnten sie von 750 Euro an Spendengeldern, die der Förderverein mit Hilfe der Mitgliederbeiträge, einiger Sponsoren und Aktionen zusammengebracht hat.

Viel Stoff auf 987 Seiten bietet der Thriller „Jahre des Jägers“ von Don Winslow. Das Buch ist der dritte Band und das furiose Finale des preisgekrönten Epos über den mexikanisch-amerikanischen Drogenkrieg. Gut recherchiert, aber auch sehr brutal, findet Alonso. Dann doch lieber an die deutsche Nordseeküste: In „Ostfriesennacht“ geht es um einen Mörder, der gezielt Frauen in Ferienhäusern umbringt. Geschrieben hat sie einer der erfolgreichsten deutschen Krimi-Autoren, Klaus-Peter Wolf. Spannung pur verspricht auch Wiebke Lorenz’ Thriller „Einer wird sterben“. Ein Auto mit einem Pärchen, das tagelang in einer Hamburger Wohnstraße parkt, bringt eine fatale Kettenreaktion in Gang. Das Buch der Hamburger Autorin ist spannend bis zur letzten Seite. Eine neue Fantasy-Reihe eröffnet Nicholas Eames mit „König der Finsternis“.

Die Stadtbücherei hat aber nicht nur Krimis ausgesucht, sondern bedient ein breites Spektrum. Mit „Kurt“ legt die Radio- und TV-Moderatorin Sarah Kuttner im März ihren vierten Roman vor, in dem sie „von der Suche nach einer Familie, der Sehnsucht nach dem richtigen Ort und darüber, dass nichts davon planbar ist“, schreibt. Was so harmlos klingt, ist harte Trauerarbeit. Es geht um den Unfalltod eines kleinen Jungen – und um die mühsamen Versuche der getrennten Eltern, wieder zurück ins Leben zu finden.

Auch das Buch „Scharnow“ von Bela B. hat die Bücherei jetzt

„Eine ganz eigene Art von Literatur“ – so bezeichnete das ZDF-Kulturmagazin Aspekte das Buch „Scharnow“ des Musikers Bela B. (Felsenheimer). Scharnow ist ein Dorf nördlich von Berlin. Dort ist eigentlich „der Hund begraben“, doch dann überfallen nackte Männer einen Supermarkt. „Einen großen Spaß“ nennt der Spiegel den Erstling vom Schlagzeuger der „Ärzte“. Passend zum Bauhaus-Jubiläum kann man Tom Sallers Roman „Wenn Martha tanzt“ lesen. Das Notizbuch einer Bauhaus-Schülerin soll bei Sotheby’s versteigert werden. Sehr aktuell ist auch das Buch „Stella“ von Takis Würger, das in den Feuilletons heftig diskutiert wurde: Die Geschichte über Stella Goldschlag, eine Jüdin, die im Zweiten Weltkrieg andere Juden an die Nazis verriet, ist für die Neue Zürcher Zeitung nur „billiger Holocaust-Kitsch“, die „Zeit“ schreibt von einer „absoluten Katastrophe“. DIe „Welt“ findet das Buch dagegen „verdammt gut geschrieben“, im Stil Hemingways. Am besten ist es, selber zu lesen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Und wer einfach mal lachen und gut unterhalten werden will, sollte zu dem Buch „Meine fantastische Präsidentschaft. Die echte (no fake!) Wahrheit über mich: Donald J. Trump“ greifen. Das ist natürlich Satire pur. Geschrieben hat es Alec Baldwin. Der US-Schauspieler parodiert Trump jeden Samstag im TV. hb

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