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St. Tönis: Weitere 56 Seiten für die Nachwelt

Heimatbund St.Tönis : St. Tönis: Weitere 56 Seiten für die Nachwelt

Die 183. Ausgabe des St. Töniser Heimatbriefes ist erschienen.

Nicht wie üblich im Kreis von Autoren, Vorstand und Personen, über die berichtet wird, wurde am Donnerstag der St.Töniser Heimatbrief Nummer 183 präsentiert. Auch hier greifen die Corona-Abstandsregeln. Wie üblich aber konnte das erste Exemplar der Ausgabe vom Heimatbundvorsitzenden Peter Steppen an Bürgermeister Thomas Goßen überreicht werden. Das Heimathaus an der Antoniusstraße boten Bürgermeister, Presse und dem Redaktionsteam, bestehend aus Peter Steppen, Udo Beckmann, Ulli Triebels und Guido Beckers, genügend Raum für den gebotenen Abstand.

Das Team hat trotz der Pandemie mit Hilfe mehrerer Redakteuren ein 56-seitiges Heft zusammenstellen können. Redaktionssitzungen über Videokonferenz-Systeme und andere Einschränkungen machten die Arbeiten anspruchsvoller als gewohnt. Aber nicht nur die redaktionelle Arbeit war – der Pandemie geschuldet – besonders. Das Virus fand auch Eingang in den Heimatbrief. Guido Beckers hat auf fünf Seiten seine Eindrücke niedergeschrieben, die der Nachwelt etwas von der außergewöhnlichen Zeit erzählen wollen. Von den ersten Anfängen an Aschermittwoch über leere Regale in den Geschäften bis hin zu den traurigen Nachrichten von Verstorbenen im Antoniuszentrum. Schon fest steht, dass in der Ausgabe 184 über den Fortgang berichtet wird.

Auf dem Titelbild der aktuellen Ausgabe sieht der Leser einen massiven Schrank, der vor über 80 Jahren von der vormaligen „Tack’schen Spar- und Darlehenskasse“ an Hugo Langels geschenkt wurde. Weniger auf den Schrank als vielmehr auf die Geschichte der Bank, die in der heutigen Volksbank aufgegangen ist, geht Dr. Michael Braun ein. Eine spannende Geschichte, die nicht nur von Glanz berichtet.

250 Jahre alt wurde unsere Streuff-Mühle im vergangen Jahr. Ulli Triebels beleuchtet die Historie der Mühle und Geschichten rund um das St.Töniser Wahrzeichen. Dieses ist jetzt auch wieder mit der altbekannten Silhouette des Ortes im Heimatbrief zu finden, wo es noch im Dezember von vielne Lesern schmerzlich vermisst wurde. „Wir blättern in alten Heimatbriefen“ heißt eine neue Rubrik. Die Silhouette stellt den Titel der Rubrik dar – und mit dem Aufschlag ist eine Erzählung von Josef Ramisch zu lesen, der von Unterweiden kommend aus die Silhouette abwandert. Der ursprüngliche Bericht stammt übrigens aus dem Jahr 1956. Wandern ist auch das Thema des Berichtes „Im Zeichen der Muschel“. Albert Brunner nimmt die Leser mit auf eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela.

Nicht zu kurz kommen auch die Menschen des Ortes. So der Künstler Walter Dahn, den Udo Beckmann unter „Heimat, deine Sterne“ präsentiert. Näheres erfährt man im neuen Heimatbrief auch über Robby und Stamatia Handoko, die seit über 35 Jahren den „Alten Markt Grill“ betreiben. Wie es eine Familie schafft, über sechs Generationen Mitglied im Heimatbund zu sein, davon erzählt Elsbeth Kriegel. Es handelt sich hier um die Familie Beudels. Kriegel erinnert auch an das Kriegsende vor 75 Jahren und ruft viele Geschehnisse –  nicht nur aus dem März 1945 – in Erinnerung.

100 Jahre alt wird in diesem September die DJK Teutonia St.Tönis. Rainer Baumann lässt ein Jahrhundert Vereinsgeschichte Revue passieren. Er erinnert an erste Erfolge, an das Vereinsverbot in der Nazizeit, den Wiederaufbau nach dem Krieg. Und Baumann berichtet vom wegen Corona verschobenen Festakt.

Erinnerungen an das Bundesverdienstkreuz für Wilma Jansen, Vereinsnachrichten, die Fotos der Tollitäten der letzten Karnevalssession, Mundart und vieles mehr runden die neue Ausgabe ab. In den kommenden Tagen wird die Ausgabe den Mitgliedern des Heimatbundes zugestellt. Entweder per Post oder von ehrenamtlichen Mitgliedern zu Fuß oder per Pedes.

(bec)