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St. Katharina: Vorbereitung auf die Kleinsten

St. Katharina: Vorbereitung auf die Kleinsten

Der Kindergarten St. Katharina stellt Weichen für die Zukunft.

Willich. Der Bedarf ist da. Nur zwei Wochen, nachdem die Eltern des katholischen Kindergartens St. Katharina erfahren haben, dass ab Januar 2012 Plätze für unter dreijährige Kinder (U3-Plätze) angeboten werden, liegen schon sechs Anmeldungen bei Kindergartenleiterin Barbara Ohm vor.

Am 25. Juli werden die dafür notwendigen Bauarbeiten beginnen, denn um die Kleinen ordnungsgemäß betreuen zu können, muss es beispielsweise mehr und andere Sanitärräume geben. Entsprechend wird das bisherige Gebäude an der Hülsdonkstraße in Richtung Westen erweitert.

Damit möglichst wenig Außenspielfläche verloren geht, wird der Anbau in Richtung Norden direkt bis an die Straße reichen. Bis zur Fertigstellung, die für Dezember geplant ist, werden zwei der vier Kindergartengruppen im Pfarrheim St. Katharina untergebracht. „Die Kinder freuen sich schon darauf, den Bau miterleben zu dürfen“, berichtet Ohm.

Werden in dem Kindergarten momentan 95 Drei- bis Sechsjährige betreut, sind es später insgesamt 76 Kinder (59 Plätze für drei- bis sechs- und 16 für unter Dreijährige). „Die Zahl der Drei bis Sechsjährigen nimmt ab“, sagt dazu Paul Schrömbges, Mitglied im Kirchenvorstand. Entsprechend müsse man schon für die Kleinsten Betreuungsangebote vorhalten, wenn man weiterhin Kinderbetreuung leisten wolle.

Das Gesetz schreibt ab 2013 Kindergartenplätze für jedes dritte dieser Kleinkinder vor, die Baumaßnahmen werden mit 90 Prozent über den Landschaftsverband Rheinland gefördert. Über den Ausbau von St. Katharina habe man vor zwei Jahren in Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand lange diskutiert und sich abgestimmt, so Schrömges.

Umbaupläne wurden geschmiedet. „Doch dann gab es ein Hin und Her mit der Mittelvergabe“, berichtet Schrömbges. Als dann Anfang 2011 doch Geld für solche Maßnahmen vorhanden war, konnte St. Katharina genehmigungsreife Anträge aus der Schublade ziehen.

Nach dem Umbau wird dann auch die Gruppe, die bisher im ersten Stock untergebracht ist, ins Erdgeschoss umziehen. „Oben gibt es dann nur noch einen Raum für die Arbeit mit den Sechsjährigen und das Büro der Leiterin“, sagt Architekt Willy Randerath aus Niederkrüchten.