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SPD Tönisvorst bestätigt bei Versammlung ihren Vorstand

Jahresversammlung im Haus Vorst : Tönisvorster SPD bestätigt Vorstand

Bei der Jahreshauptversammlung bestätigten die Mitglieder den Vorstand des Ortsverbands. Der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner, der im September wiedergewählt werden will, war auch dabei.

Die Tönisvorster SPD strotzt nur so vor Selbstbewusstsein, seit sie mit Uwe Leuchtenberg den Bürgermeister stellt. Von Streitereien keine Spur – ganz im Gegenteil: Auf der Jahreshauptversammlung im Haus Vorst wurde der Vorsitzende Helge Schwarz von allen anwesenden 32 Mitgliedern im Amt bestätigt. Alle anderen Ortsvereinsvorstandswahlen ergaben ähnliche Ergebnisse, Gegenkandidaten gab es keine.

Die alten und neuen stellvertretenden Vorsitzenden heißen Hans-Joachim Kremser und Silke Depta. Bernd Füsgen wurde ohne Gegenstimmen als Kassierer im Amt bestätigt, dasselbe Ergebnis erzielte Benno Henschen als Schriftführer. Als Beisitzer wurden Achim van den Heuvel und Ulrike Zitz gewählt.

Ebenfalls erfreulich für den Ortsverband: Helge Schwarz konnte zwei neuen Mitgliedern das rote Parteibuch überreichen. Die Neuen heißen Jill Depta und Christian Müller. Es gibt noch drei weitere Parteieintritte – diese Mitglieder waren aber nicht zur Versammlung gekommen. Dirk Juch wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, Hans-Joachim Kremser und Jens Reitzig sind seit 25 Jahren in der SPD.

Bürgermeister Uwe Leuchtenberg gestand, dass er vor einem Jahr nicht daran geglaubt habe, Bürgermeister zu werden. Jetzt gehe es darum, in Tönisvorst etwas zu verändern. Er hob die Bedeutung des Projekts „Campus Tönisvorst“ hervor: „Das ist mehr als der Bau eines Schulgebäudes und eines Verwaltungsgebäudes.“ Das Projekt, das die beiden Stadtteile näher zusammenführe und von dem die heimischen Firmen profitieren würden, sei kein Luftschloss. „Das ist ein Quantensprung für die Stadt Tönisvorst“: Mit diesen Worten zitierte Uwe Leuchtenberg Vertreter der Bezirksregierung.

Der Bundestagsabgeordnete Udo Schiefner will im September wiedergewählt werden. Sein Credo vor dem Hintergrund, dass Uwe Schummer (CDU) nicht erneut kandidiert: „Uwe geht, Udo bleibt.“ Er wolle auch künftig die Interessen des Kreises Viersen und der Stadt Tönisvorst vertreten. Das SPD-Wahlprogramm gebe Antworten auf die Probleme der Menschen; im Wahlprogramm der CDU steht aus seiner Sicht „zu viel Wischiwaschi“.

Er kritisierte auch die Grünen: Da gebe es zu viel Schwarz-weiß-Denken, zu viele überzogene ideologische Ansätze. Schiefner plädierte für ein „realistisches Umweltprogramm“, sprach sich gegen eine Verteufelung des Automobils aus, das im ländlichen Raum immer noch unverzichtbar sei. Wichtig sei neben Umweltthemen die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.