Sommerfest der CDU Willich : Politikgespräche nur auf Anfrage

Beim Sommerfest der CDU stand Geselligkeit im Mittelpunkt.

Innerhalb der ersten zweieinhalb Stunden kamen rund 120 Gäste zum Sommerfest der CDU, das erste übrigens. „Das ist ein neues Format“, erklärte Willichs CDU-Vorsitzender Christian Pakusch. Neben Mitgliedern waren auch Bürger ohne Parteibuch gekommen. Das Heimatmuseum der Heimat- und Geschichtsfreunde Willich sah so mancher Besucher zum ersten Mal – und war sichtlich beeindruckt. Der Vorsitzende Ernst Kuhlen führte sie durch das neue Museum.

Neben Getränken gab es einen Imbisswagen, an dem die Besucher bestellen konnten, ohne bezahlen zu müssen. Otto Busch aus Neersen, ein CDU-Urgestein mit seinen 81 Jahren, ließ sich von Christian Pakusch einen Weißwein bringen. Über Politik wurde nur gesprochen, wenn die Besucher explizit fragten. Am Anfang stand eine Neuanschaffung von Christian Pakusch im Mittelpunkt des Interesses – ein Mini-Roller mit elektrischem Antrieb: Kurz Anlauf nehmen und Füße auf das Brett, schon setzte die elektrische Schubkraft ein. Alle, die eine Probefahrt wagten, zeigten sich begeistert.

CDU möchte neue Straße an der Klinik nach Käthe Franke nennen

Dann und wann musste sich Pakusch aber doch zu politischen Themen äußern, schließlich sind im nächsten Jahr Kommunalwahlen. „Wir waren morgens bereits im ehemaligen Willicher Krankenhaus, und da ist wieder das Ambulatorium ein Thema gewesen“, erklärte der Parteivorsitzende. Er gab zu verstehen, dass seine Fraktion die Idee einer Notarztpraxis zumindest für die Wochenenden noch immer für sinnvoll halte. Das gehöre zur medizinischen Grundversorgung. Man werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung entsprechende Gespräche und Verhandlungen führen. Die neue Straße, die das zu entwickelnde Areal am jetzigen Krankenhausgrundstück erschließen soll, solle – so die Vorstellungen der CDU – Käthe-Franke-Straße heißen.

„Und wie heißt der Bürgermeisterkandidat?“ Christian Pakusch ließ sich von dieser Frage bei einem Glas Bier nicht aus der Ruhe bringen: „An Aschermittwoch werden wir wissen und verkünden, wer für die einzelnen Wahlkreise kandidiert und wer am Amt des Bürgermeisters Interesse hat.“ Fest stehe, dass etliche neue Gesichter dabei sein werden, weil sechs bis acht derzeitige Ratsmitglieder nach jetzigem Stand überwiegend aus Altersgründen nicht erneut kandidieren werden. Manche von ihnen sind schon seit über 20 Jahren dabei.

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