Seniorenwochen in Willich: Multikulti-Konzept hat gut funktioniert

Seniorenwochen in Willich: Multikulti-Konzept hat gut funktioniert

Bärbel Blomen zieht eine positive Bilanz der Veranstaltungsreihe. Es gab Kult-Veranstaltungen wie der abschließende Jazz-Frühschoppen, tolle Tagesausflüge, aber auch Neuland wurde mit dem Café International oder dem Griechischen Tanzkurs betreten.

Willich. Erst Mittwoch wird offiziell Bilanz gezogen. Im zehnköpfigen Organisationsteam. Doch für Bärbel Blomen von der Willicher Seniorenstelle steht jetzt schon fest: "Das Motto der 13. Willicher Seniorenwochen hat voll und ganz funktioniert." Nach 16Tagen ist die Veranstaltungsreihe am Sonntag zu Ende gegangen.

"Jung und Alt - Kulturen verbinden": Unter diesem Motto gingen 50 völlig unterschiedliche Programmpunkte über die Bühne. Da erstmals Senioren, Jugend und unterschiedliche Nationalitäten unter einem Dach zusammengeführt werden sollten, waren die Vorbereitungen laut Bärbel Blomen besonders intensiv.

"Da gab es einen hohen Abstimmungsaufwand", berichtet sie. Außerdem sei das Organisationsteam bemüht gewesen, "die Leute an die Hand zu nehmen", denn neben den "Fans" der Seniorenwochen kamen diesmal auch viele Neulinge.

Auch wenn noch keine Zahlen vorliegen: Fast alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Naturgemäß gab es dabei einige Unterschiede: So hatte Bärbel Blomen beim fröhlichen "Türkischen Tag" mit Bauchtanz und Buffet das Gefühl, "halb Anrath" sei ins Haus der Arbeiterwohlfahrt gekommen.

Doch auch für schwierige Themen wie "Kulturen im Dialog über Sterben, Tod und Trauer" haben sich immerhin 27 Besucher mit christlichem und islamischem Hintergrund interessiert.

Es gab Kult-Veranstaltungen wie der abschließende Jazz-Frühschoppen, tolle Tagesausflüge, aber auch Neuland wurde mit dem Café International oder dem Griechischen Tanzkurs betreten. Das multikulturelle Eröffnungsfest war der persönliche Programmhöhepunkt für Bärbel Blomen - wohl auch, weil es den internationalen Ansatz der Seniorenwochen perfekt widerspiegelte.

Ins Gedächtnis eingegraben hat sich bei der Frau von der Seniorenstelle aber auch ein Satz, der am Rande der Diskussion über Tod und Trauer fiel: "Man macht etwas zusammen, nimmt sich aber trotzdem in seiner Unterschiedlichkeit an." Besser, so Bärbel Blomen, könne man den Verlauf der 13.Willicher Seniorenwochen kaum beschreiben.

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