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Sekundarschule: „Jetzt beginnen Probleme“

Sekundarschule: „Jetzt beginnen Probleme“

Die Zahl der künftigen Sekundarschüler ist weiter gewachsen. Wird es genügend Platz für sie geben?

Tönisvorst. Derzeit sind es 101 Schüler und Schülerinnen, die nach den Sommerferien die neue Sekundarschule in Tönisvorst besuchen wollen. Von drei weiteren Neuzugängen berichtete Fachbereichsleiter Harald Schramm dem Schulausschuss.

Und da die offizielle und von der Bezirksregierung festgesetzte Anmeldefrist erst am 15. März endet, könnte es weiteren Zulauf geben. Zumal gerade die Anmeldungen fürs Michael-Ende-Gymnasium laufen. So müssen die drei Schulen unter einem Dach (auslaufende Realschule, Gymnasium, Sekundarschule) räumlich optimal strukturiert werden.

Erst einmal gab es im Ausschuss viel Lob für das Anmeldeteam und für alle Beteiligten. „So war zum Beispiel der Tag der Offenen Tür an einer Schule, die es noch gar nicht gibt, hervorragend“, sagte Harald Schramm. Die Leiterin des Anmeldeteams, Ulrike Höttges, stellte dabei vor allem das Engagement der Haupt- und Realschule heraus: „Das war eine starke Gemeinschaft.“

Trotz des vielen Lobes, unter anderem von Peter Mewis (CDU) und Silke Depta (SPD), blickten einige Politiker auch kritisch nach vorn. „Jetzt beginnen die eigentlichen Probleme“, sagte Clemens Braun (SPD) mit Blick auf die räumliche Unterbringung und das Ziel, allen Schülern ausreichend Platz zum optimalen Lernen zu geben.

Braun kam auch auf das Problem in Willich zu sprechen, wie mit den Schülern umgegangen werde, die den Anforderungen am Gymnasium nicht gerecht würden und dann auf eine andere Schule, eben die Sekundarschule, gehen wollen. Daher der Appell von Braun an den Leiter des Tönisvorster Michael-Ende-Gymnasiums, Paul Birnbrich: „Nehmen Sie nur die Kinder auf, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dort auch bleiben können.“

Ein „frommer Wunsch“. Denn Paul Birnbrich berichtete von einigen „beratungsresistenten Eltern“, die partout ihre Kinder aufs Gymnasium schicken wollen, obwohl sie von den Lehrkräften der Grundschulen eine Empfehlung für Haupt- oder Realschule hätten. Birnbrich wusste, wovon er sprach. Denn gerade waren dort die ersten drei von fünf Anmeldeterminen erfolgt. Und Birnbrich weiter: „Bislang liegen uns 142 Anmeldungen vor, es geht klar zur Sechszügigkeit.“

Die entsprechende Zügigkeit (sie legt die Anzahl der Klassen pro Jahrgang fest) für das kommende Schuljahr wird im März die Bezirksregierung festlegen. Daher musste der Schulausschuss die aktualisierte Rahmenplanung noch vertagen.