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„Security“ scheitert mit Trickbetrug

„Security“ scheitert mit Trickbetrug

St. Tönis. Als sich der Mann von der „Security Dortmund“ am Telefon meldete, war Brigitte Munsch zunächst völlig aus dem Häuschen: Sie habe 35 000 Euro gewonnen, die er persönlich überbringen wolle, kündigte er an.

„Ich hatte noch nie etwas gewonnen und war so perplex, dass ich mich nicht einmal gefragt habe, in welchem Preisausschreiben“, sagt sie.

Für den sicheren Geldtransport erkundigte sich der Mann nach den Örtlichkeiten. Um am Ende zu erwähnen, dass für die Aufwendungen 700 Euro zu zahlen seien. „Das Geld können Sie mir mit Hilfe von Paysafe-Karten übergeben“, ließ er wissen.

Brigitte Munsch wurde misstrauisch. Sie kannte das Paysafe-System, bei dem man in entsprechenden Shops Couponkarten im Wert bis zu 100 Euro kaufen kann, gar nicht. Auch kam es ihr verdächtig vor, dass der Mann Geld kassieren wollte. Also schaltete sie die Polizei ein und recherchierte im Internet.

Anschließend rief sie den Mann zurück und gab an, auf seine Bedingungen eingehen zu wollen. Der machte nun genau das, wovor auf der Paysafe-Homepage gewarnt wird: Er fragte nach den Pin-Nummern ihrer Karten. Hätte Munsch sie ihm verraten, wären die 700 Euro futsch gewesen — und die 35 000 Euro hätte sie nie gesehen.