Schnelles Internet: Noch alles offen

In Vorst haben sich bisher fünf Prozent für einen Glasfaseranschluss entschieden. Das Interesse wird bis März abgefragt.

Vorst. Es ist noch viel Luft nach oben. In Vorst haben bislang erst fünf Prozent der Einwohner einen Vertrag unterschrieben. Das teilte die Deutsche Glasfaser (DG) gestern bei einem Pressetermin im Haus Vorst mit. Das Netz wird aber erst dann gebaut, wenn eine Quote von 40 Prozent erreicht ist. Die sogenannte Nachfragebündelung läuft allerdings auch erst seit einem Monat. Und bis zum 3. März haben die Vorster noch Zeit, sich für Glasfaser zu entscheiden. „Die Vorster sollten auch mal mit ihren Nachbarn sprechen. Denn am Ende zählen nur die mindestens 40 Prozent abgeschlossenen Verträge“, sagt Tönisvorsts Wirtschaftsförderer Markus Hergett, der auch Breitbandbeauftragter der Stadt ist.

Viele Vorster sind aber offensichtlich noch verunsichert und besorgt, ob der Umstieg auf Glasfaser für sie ohne Schwierigkeiten erfolgen kann. Da sieht Nicole Holländer von der Regionalleitung Marketing und Vertrieb der DG keine Probleme. Die vorhandenen Geräte — wie zum Beispiel der Router — im Haushalt könnten weiter verwendet werden und es gebe keine Änderungen bei der Nutzung. Alles Notwendige werde mit den Nutzern vor Ort im Haus oder in der Wohnung persönlich besprochen, verspricht Holländer. Fragen vorab werden außerdem im Servicepunkt beantwortet, den die DG an der Clevenstraße 2a eingerichtet hat (Öffnungszeiten siehe Kasten).

Die DG-Mitarbeiterin rät allen Interessenten, sich zu melden. Das gelte auch für die Bewohner außerhalb des eigentlichen Ortes. „Wir gehen auf alle Interessenten zu, können aber natürlich noch keine endgültige Aussage machen“, sagt Holländer. Denn auch dort muss die 40-Prozent-Quote erfüllt werden.

Wer sich bis zum 3. März für einen Vertrag entscheidet, spart die Kosten für den Hausanschluss, der normalerweise mindestens 750 Euro kostet. Der monatliche Tarif beträgt im ersten Jahr im günstigsten Fall 24,99 für eine Down- und Upload-Geschwindigkeit von 100 Mbit/Sekunde. Danach kostet er 44,99 Euro. Bis zu 1000 Mbit/Sekunde sollen möglich sein. Die kosten dann aber auch monatlich bereits 104,99 Euro.

Der neue Anschluss kann direkt genutzt werden. Die DG bzw. ihr Kooperationspartner NEW kündigen für ihre Kunden den aktuellen Vertrag. Für die ersten zwölf Monate gilt: Sie müssen erst dann den monatlichen DG-Tarif zahlen, wenn der alte Vertrag ausgelaufen ist. Die DG verspricht außerdem, dass die neuen Kunden ihre alte Rufnummer „portieren“ (also mitnehmen) können. Sowohl die DG wie auch die NEW rühren kräftig die Werbetrommel für ihr gemeinsames Projekt. Dennoch scheint das, was NEW-Mitarbeiter Michael Kamps sagt, nachvollziehbar: „In drei bis fünf Jahren werden die Kupfernetze kollabieren.“

Übrigens: Für die Gewerbegebiet Höhenhöfe und Tempelshof in St. Tönis soll der Glasfaserbau im zweiten Quartal 2018 beginnen.

Falls die Nachfragebündelung in Vorst Erfolg hat, soll diese auch in St. Tönis durchgeführt werden.