Schiefbahner Pfadfinder: Abenteuer, Lieder und Spiele

Schiefbahner Pfadfinder: Abenteuer, Lieder und Spiele

Pfadfinder aus Schiefbahn feiern ihr 80-jähriges Bestehen. Zum Fest gab es ein buntes Programm mit jeder Menge Aktionen.

Schiefbahn. Wer bedenkt, dass es die Schiefbahner Pfadfinder bereits seit 80 Jahren gibt, der könnte glauben, die Pfadfinderei sei in die Jahre gekommen. Doch das stimmt nicht.

Mit ihrem Jubiläums-Pfingstlager traten die Schiefbahner Georgspfadfinder den Gegenbeweis an: Zeltend die Welt entdecken, Abenteuer erleben und immer jede Menge Spaß haben — das Leben wird nie langweilig.

„Pfadfinder zu sein ist mehr als die Mitgliedschaft in einem Sportverein, es ist abwechselungsreich und vielseitig“, sagt Anna Maria Marx, Vorsitzende der Pfadfinderschaft Schiefbahn. „Und je länger man dabei ist, desto mehr wächst man rein und lernt ein einmaliges Gemeinschaftsgefühl kennen. Es macht einfach Spaß, zusammen Abenteuerliches zu erleben.“ Dem pflichtet Vorstands-Kollege Kai Stengel bei: „Man lernt, Verantwortung sowohl für sich selbst als auch für die Gemeinschaft zu übernehmen.“

Von den vielen kleinen und großen Abenteuern im täglichen Pfadfinderleben erzählten auch die Beiträge, die während einer großen Lagerfeuer-Bühnenshow den rund 150 Zuschauern präsentiert wurden. Die Jüngsten, die sogenannten Wölflinge, sangen davon, dass sie die Wölfe sind und nicht in Hütten, sondern im Stroh schlafen, wo sie jeder Floh beißt. Die Jungpfadfinder, bei denen Kinder vom fünften bis zum siebten Schuljahr aktiv sind, führten in einer liebevoll selbstgeschriebenen Szene ihre Leiter humorvoll vor und zeigten damit satirisch-talentiert den Eltern, wie die wöchentlich statt findenden Gruppenstunden so ablaufen.

Ganz anderes die Pfadfinder, Jugendliche von der achten bis zur zehnten Klasse, die eine typische Lagerszene nachstellten und verschiedene Zelttypen präsentierten: von Kröte und Lokomotive bis hin zur Kothe vor, die alle aus denselben Planen aufgebaut werden. Außerdem zeigten sie, wie im Notfall ein Feuer auch mal ohne Streichhölzer und Feuerzeug entfacht werden kann.

Den Abschluss der Show bildeten die ältesten Jugendlichen, die sogenannten Rover. Sie forderten die Besucher heraus: „Schlag einen Pfadfinder“. Nachdem Vorbild einer Fernsehshow wurden die Eltern eingeladen, sich selbst in verschiedenen Pfadfindertechniken zu probieren und gegen ihre Kinder anzutreten. Am Ende gewannen die Kinder mit einem klaren Vorsprung.

Neben dem großen Lagerfeuer-Spektakel konnten Besucher sich über die bewegte Geschichte des Schiefbahner Pfadfinderstammes informieren. Handlich und kompakt für die Pfadfinderklufttasche hatte der Stamm eigens zum Jubiläum eine Chronik mit dem Titel „Spurensuche“ herausgegeben, in der vieles noch einmal nachgelesen werden kann.

Als ganz besonderes Highlight konnten Interessierte über Kurzwelle Kontakt zu anderen Pfadfindern aufnehmen. Funkkontakt und Gespräche kamen unter anderem mit Bulgarien und Italien zustande.

Gemütlich, mit gemeinsamem Grillen und Singen am Feuer, klang für Eltern, Ehemalige und Stammesmitglieder der Abend am Lagerfeuer aus. Für die Eltern, die einmal zusammen mit ihren Kindern in einem echten Pfadfinderzelt übernachten wollten, bestand die Möglichkeit, die Nacht auf dem Pfadfindergrundstück „Plaates Boosch“ zu verbringen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung