Schiefbahn: Geballte Berufs-Infos für 134 Realschüler

Schiefbahn: Geballte Berufs-Infos für 134 Realschüler

26 Firmen, die Polizei, Freiberufler und weiterführende Schulen stellten sich am Mittwoch bei der Info-Börse in Schiefbahn vor.

Schiefbahn. "Wo finden wir das Berufskolleg Glockenspitz?", fragen drei Schüler. "Seht auf Eurem Laufzettel nach", antwortet Anja Ingenbleek. Sie ist "Stubo"- "Studien- und Berufswahl-Orientierungs-Koordinatorin" - und hat als solche zum sechsten Mal die Info-Börse organisiert. 26 Firmen, Freiberufler und weiterführende Schulen wollen den 134 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 Orientierung bieten, wie sich ihr Leben nach dem Besuch in der Willi-Graf-Realschule weiter gestalten könnte.

"Bis elf Uhr haben die Schüler Zeit. Sie müssen intensive Gespräche mit fünf Ausstellern nachweisen", sagt Ingenbleek über das Procedere. Anschließend geht es für zwei Unterrichtsstunden in die Klassenräume, zur Nachbereitung mit dem Klassenlehrer. Die Idee zu der Info-Börse wurde entwickelt, weil die Berufskollegs darum baten, sich hier vorstellen zu dürfen. "Da haben wir gedacht, wir bündeln das auf einen Tag", sagt Ingenbleek.

Am Stand der Polizei Viersen haben sich sechs Jungs versammelt, bei Thyssen Krupp Nirosta sieben. Bei der AOK sind es sieben Schüler beiderlei Geschlechts, beim Allgemeinmediziner Wolfram Kreutz sechs Mädchen.

Bei Sebastian Claessens von der Barmer Ersatzkasse kann man an einen Einstellungstest mitmachen und so Sicherheit für den Ernstfall gewinnen. Die Arge ist vor Ort, die Robert-Schuman-Gesamtschule und ein Steuerberater.

"Wir haben vier Ausbildungsberufe", sagt Volker Bodewig von der Gärtnerei Pötschke. Sie sind inclusive Verdienstmöglichkeiten auf einer großen Schautafel dargestellt. "Besonders Pflanzenfachberater brauchen wir dringend", sagt er. Doch das Interesse der Schüler hält sich zunächst in Grenzen, und so trinkt er erst einmal eine Tasse Kaffee, die Jessica Karpinski auf einem Wagen durch die für den Info-Tag reservierten Räume fährt.

Sie ist als Schülerin der 10a für die Bewirtung der Gäste abgestellt und hat die Info-Börse im Vorjahr erlebt. "Da waren noch nicht so viele Aussteller da wie diesmal", sagt sie. Damals hat sie sich für den Zahnarzt-Beruf entschieden und wird deshalb im kommenden Schuljahr die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Krefeld besuchen. "Da passt das mit den Leistungskursen besser als hier in Willich", begründet sie.

Bei Manfred Schumacher, der Liegeräder baut, machen ebenfalls sechs Jungs einen Einstellungstest. Sie müssen eine Drei-Gang-Narbe wieder zusammenbauen. Als Belohnen dürfen sie eine Proberunde fahren.

Mehr von Westdeutsche Zeitung