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Schiefbahn: Eine ganz spezielle Tierliebe

Reptilien und Amphibien : Eine ganz spezielle Tierliebe

Um Reptilien und Amphibien geht es, wenn sich die Regionalgruppe der DGHT in Schiefbahn trifft. An diesem Freitag gibt es einen Vortrag über eine besondere Echse.

An diesem Freitagabend geht es in der Gaststätte Hubertuseck in Schiefbahn um Shinisaurus crocodilurus, die Chinesische Krokodilschwanzechse – Haltung, Pflege und Aufzucht im Terrarium. Denn dort trifft sich einmal im Monat die Regionalgruppe Mönchengladbach/Krefeld und Umgebung der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT). Der Verband, der mehr als 5000 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern hat, verbindet die Wissenschaft rund um Reptilien und Amphibien, die sogenannte Herpetologie, mit der Terrarienkunde.

Die Gruppe Mönchengladbach/Krefeld ist ein lockerer Kreis von 20 bis 30 Menschen unterschiedlichsten Alters, die an zwölf Terminen im Jahr zusammenkommen. In der Gaststätte Hubertuseck in Schiefbahn werden dann Vorträge geboten. Auch Grillfest und Weihnachtsfeier stehen auf dem Jahresprogramm. Anfänger und Gäste sind immer willkommen. Für drei Euro darf man sich den Vortrag anhören, der um 19.30 Uhr beginnt.

Jahrestagung vom 25. bis 29. September in Kempen

In diesem Jahr freut man sich auf ein besonderes Event. Denn der Verband kommt zu seiner Jahrestagung vom 25. bis 29. September am Niederrhein zusammen. Rund 120 Experten für Amphibien und Reptilien, Halter und weitere Interessierte aus ganz Deutschland und darüber hinaus werden in Kempen zu Gast sein.

Zu verdanken ist das Stefanie Leber, die die Regionalgruppe leitet und aus St. Hubert kommt. In ihrem Haus haben sie und ihr Mann eine regelrechte kleine Oase für ihre Tiere geschaffen. Zwerggeckos, Schlangen und Warane leben dort in großzügigen Terrarien, die Stefanie Leber und ihr Mann teilweise selbst gebaut haben. Ihre Leidenschaft für diese exotischen Tiere begann vor etwa 16 Jahren. „Ich mochte immer Tiere“, erzählt sie. Doch eine Allergie machte das Halten der klassischen Fell-Haustiere unmöglich. Mit drei Halsbandleguanen ging es los. Mit dem Einzug ins Eigenheim bot sich dann mehr Platz, sodass auch größere Terrarien folgen konnten. „Es ist natürlich nicht dasselbe wie ein Hund. Aber die Tiere reagieren. Eine Interaktion ist möglich und es ist faszinierend sie zu beobachten.“ Zudem muss man flinke Hände haben. Das zeigt sich, als Stefanie Leber mal ein Exemplar für die Kamera herausholt.

Aber allein mit dem Halten der Tiere war es für Stefanie Leber nicht getan. Sie ist zudem in der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde aktiv und leitet nun die Regionalgruppe Mönchengladbach/Krefeld und Umgebung.

„Wir erwarten zu unserer Tagung im Kolpinghaus wie immer eine große Zahl engagierter nationaler und internationaler Fachleute, die ein hochkarätiges Vortrags- und Fortbildungsprogramm zu Amphibien und Reptilien anbieten“, so Dr. Daniel Schön, DGHT-Vizepräsident und Tagungskoordinator. Der Donnerstag widmet sich der Wissenschaft, am Freitag und Samstag werden Reiseberichte und terrarienkundliche Vorträge geboten. Zum Rahmenprogramm gehören auch Fotografie-Workshop sowie Fotoausstellung.

Interessierte Besucher
sind willkommen

Stefanie Leber freut sich sehr auf das Event. Es ist immer auch eine schöne Gelegenheit zum Wiedersehen, aber auch zum Kennenlernen neuer Leute, zum Austausch mit Gleichgesinnten. Sie hofft, dass auch interessierte Gäste vorbeischauen. So macht sie zum Beispiel Lust auf eine spannende Rundreise durch den australischen Kontinent am Donnerstag, 26. September, ab 19.30 Uhr.  Tierfotografen Benny Trapp zeigt in einer Fotoausstellung Drucke seiner Bilder auf Leinwand im Kolpinghaus.

Interessierte Besucher sind willkommen. Gäste, die das Angebot nutzen möchten, müssen dafür lediglich eine Tagungspauschale von 10 Euro entrichtet. Für DGHT-Mitglieder ist der Eintritt frei.

Das genaue Programm ist auf der Homepage zu finden:

www.dght.de/jahrestagung