Scherben an der Bütt: Tat geklärt

Nach Ermittlungen der Polizei sollen sechs junge Willicher einen nächtlichen Streifzug durch die Stadt zu etlichen Sachbeschädigungen genutzt haben.

Willich. Die Polizei meldet einen Fahndungserfolg in Willich: Vor zwei Monaten, genauer gesagt in der Nacht zum 20. Januar, hatten Unbekannte erheblichen Sachschaden am Sport- und Freizeitbad „De Bütt“ und an einem Buswartehaus an der Schiefbahner Straße verursacht (WZ berichtete). Sie hatten mehrere Glasscheiben eingeschlagen. Den ermittelten Schaden beziffert die Polizei mit „mehreren tausend Euro“.

Foto: Kreispolizei Viersen

Die Straftaten sollen auf das Konto einer Gruppe von sechs jungen Willichern gehen. Wie Polizeisprecherin Antje Heymanns am Donnerstag mitteilte, sei es den Jugendsachbearbeitern des Kriminalkommissariats (KK) Ost „nach intensiven Ermittlungen“ gelungen, die Tat zu klären.

An dem Ermittlungserfolg sei unter anderem ein Zeuge beteiligt gewesen. Er habe die Polizei mit seinen Angaben auf die Spur der Randalierer gebracht, so Heymanns. Die Polizei danke dem Zeugen daher ausdrücklich.

Sechs junge Willicher werden nun verdächtigt, in wechselnder Tatbeteiligung diese Beschädigungen begangen zu haben. Es handele sich um „teilweise bereits polizeibekannte 15- bis 18-Jährige“.

Sie haben, so die Erkenntnis der Ermittler, zunächst den Freitagabend gemeinsam in einer Jugendeinrichtung verbracht. Nach Schließung des Treffs hätten sich teilweise ihre Wege getrennt, „bevor man sich später wieder bei einem Freund zum privaten Weiterfeiern traf“, so Heymanns.

Auf dem Weg zu dieser Hausparty zerstörten die Jugendlichen bei ihrem „Zug“ durch die Willicher Innenstadt unter anderem mehrere Glasscheiben an beiden Buswartehäuschen an der Schiefbahner Straße. Sie führten das mit einem Notfallhammer aus, den sie offenbar aus einem Linienbus mitgenommen hatten.

Außerdem schlugen die Tatverdächtigen damit eine Scheibe zum Schwimmbad De Bütt ein, traten auf dem Parkplatz eine Mülltonne und ein dort aufgestelltes Dekorationsfahrrad um und beschädigten einen Schaukasten. Teilweise seien die Jugendlichen alkoholisiert gewesen.

Einige der jungen Tatverdächtigen sind geständig, teilweise allerdings bedürfen sie „offensichtlich doch einer intensiveren Betreuung“. Antje Heymanns: „Bei einem der Beschuldigten steht noch der Vorwurf im Raum, dass er seine Mittäter durch Schläge so eingeschüchtert haben soll, dass sie keine oder falsche Aussagen bei der Kripo machten. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an.“

Die Staatsanwaltschaft Krefeld, die über das Ermittlungsergebnis informiert worden ist, wird sich mit der weiteren Betreuung der Beschuldigten befassen.

Geprüft wird auch, wie der entstandene Schaden von mehreren tausend Euro von den Verursachern beglichen werden kann. Ree

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