Rodung ärgert die Anwohner

Für den neuen Alleenradweg werden Gehölze entfernt.

Willich. Rodungsarbeiten auf der ehemaligen Gleistrasse zwischen Krefeld und Mönchengladbach haben in den vergangenen Tagen viele Willicher Bürger aufgeschreckt. „Ich bin deshalb mehrfach angerufen worden“, berichtet Jack Sandrock vom Naturschutzbund (Nabu).

Die Gehölze werden entfernt, um Platz für den neuen, 7,4 Kilometer langen Alleenradweg zu machen, der künftig quer übers Stadtgebiet verläuft. Was die Leute stört, ist vor allem der Umfang der Rodungen. „Eine Breite von sechs Metern war vereinbart, teils sind es bis zu zwölf“, berichtet ein Anwohner der Bahnstraße. Den Eindruck bestätigt Sandrock: „Meiner Meinung nach gehen die Arbeiter teils rücksichtslos vor.“ Wie seine Frau Monica, Sprecherin des Nabu, ergänzt, gingen viele Nistplätze für Vögel und Rückzugsmöglichkeiten für Kleintiere verloren.

Martina Stall, Technische Beigeordnete der Stadt, sagt dagegen, dass nur Unterholz und Gestrüpp entfernt werde. „Da wächst ja wieder vieles nach. Und später werden auch wieder Bäume gepflanzt.“ Die Rodungsarbeiten müssten bis Ende Februar beendet sein. Im Moment werde die Planung für den Radweg konkretisiert, sie soll im April/Mai der Politik vorgestellt werden. „Ich hoffe, dass wir dann im Herbst mit dem Bau beginnen können“, sagt Stall.

Da das Projekt mit Hilfe des Landesprogramms „Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen“ gefördert wird, müssen bis Ende 2011 zumindest die Arbeiten vergeben sein. Schon im Vorjahr waren Schienen und Schwellen entfernt worden.

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