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Verkehrssicherheit: Radwege unter die Lupe genommen

Verkehrssicherheit : Radwege unter die Lupe genommen

Der Willicher Seniorenbeirat war mit Verkehrsplaner Armin Printzen unterwegs.

Willich. Der Seniorenbeirat hat die Radwege der Stadt unter die Lupe genommen. An einer 23 Kilometer langen, rund dreistündigen Tour nahmen auch Heinz Guntermann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sowie Verkehrsplaner Armin Printzen von der Stadtverwaltung teil. „Es gibt Handlungsbedarf für mehr Verkehrssicherheit für Radler, Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kinderwagen und Rollator-Nutzer“, resümierte am Ende Charly Röttgen, Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Festgestellt wurden auch unübersichtliche Wegeführungen. Hinzu kamen Schlaglöcher im Boden, gefährliche Kanten und fehlerhafte Markierungen.

Radler Alfons Gunnemann machte auf die Gefahrenstelle Hubertus-/Hochstraße an der Kirche in Schiefbahn aufmerksam. Dort komme es immer wieder zu Stürzen. Insbesondere bei Nässe sei das Pflaster sehr glatt. Ein weiteres Problem seien abbiegende Autos, die trotz Verkehrsschild den von links kommenden Radlern wenig Beachtung schenkten.

Der ADFC fordert die völlige Absenkung von Radwegen bei Einmündungen und Überwegen. Die Stadt habe dies zugesagt, die Umsetzung lasse in einigen Fällen aber auf sich warten.

Positiv erwähnt er den neu gestalteten Kreisverkehr am Simensring in Münchheide, da er einen reibungslosen Übergang für Radfahrer ermögliche. Anders sehe es am Kreisverkehr an der Esso-Tankstelle aus: Abblätternde Markierungen müssten dort dringend erneuert werden.

Kritik gab es auch am Zustand der Willicher Straße in Schiefbahn. Für die Radler sei es wünschenswert, dass die zahlreichen Schlaglöcher beseitigt werden, um das Unfallrisiko zu senken.

Am Ende ging ein Dank an Armin Printzen, der sich für die Radtour zur Verfügung gestellt hatte. Ihm wurde eine umfangreiche Liste mit Verbesserungsvorschlägen übergeben.

Printzen nennt als Beispiel den Radweg, der entlang der Schottelstraße nach Anrath führt. In Höhe des Ortseingangs endet er vor einem Haus, das nahe an der Fahrbahn steht. Die Radler müssen sich dort in den fließenden Autoverkehr einordnen. Die Stadt allein könne nicht zu Verbesserungen kommen, da es sich um eine Landstraße handele, sagt Printzen dazu. WD