Politik zeigt Herz für die Feuerwehr

CDU und „Für Willich“ haben zusätzliche Geldmittel für die Löschzüge beantragt.

Willich. Die Politik in Willich hat ihr Herz für die Feuerwehr entdeckt. Die Christdemokraten wollen die allgemeinen Verfügungsmittel der Willicher Wehr, die derzeit bei 14 000 Euro liegen, im nächsten Jahr auf 25 000 Euro erhöhen. Über diese Mittel sollen die fünf Willicher Löschzüge sowie die Jugendfeuerwehr frei verfügen können, informierte Johannes Bäumges im Namen der CDU-Ratsfraktion in einer Pressemitteilung. Und auch die Fraktion „Für Willich“ lässt sich nicht lumpen und hat beantragt, die Feuerwehr jährlich mit einem Zuschuss von 2500 Euro pro Löschzug zu beglücken.

„Wir versetzen die Löschzüge in die Möglichkeit, ein Kameradschaftsevent mit den Familien, die oft zu kurz kommen, zu begehen. Das stärkt auch in hohem Maße die Kameradschaft und den Zusammenhalt unter allen Beteiligten“, heißt es im Antrag von „Für Willich“, den Ratsfrau Theresa Stoll formuliert hat. Sie schreibt: „Dass ein jährlicher Zuschuss nur ein kleines Etwas im großen Ganzen sein kann, versteht sich von selbst. Ein Dankeschön wird damit auf jeden Fall dokumentiert.“

Bei der CDU klingt es sehr ähnlich. Die von ihre beantragten Mittel könnten von den Feuerwehrleuten beispielsweise dafür genutzt werden, „dass sie außerhalb von Einsätzen in den Gerätehäusern mit ihren Familien zusammenkommen und so den bei Einsätzen wichtigen Zusammenhalt weiter fördern“. Denn die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Willich leiste im Ehrenamt „einen außerordentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in unserer Heimatstadt. Die Erhöhung der Mittel soll dazu beitragen, dass die Gemeinschaft der freiwilligen Feuerwehr gestärkt werden kann, ist sicherlich aber auch ein Zeichen unserer großen Wertschätzung gegenüber den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr und ihren Familien“. So wird der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dieter Lambertz in der Pressemitteilung zitiert. Er hat den Antrag gemeinsam mit der Jungen Union nach einem Besuch des neuen Anrather Feuerwehrgerätehauses in die Fraktion eingebracht.

Die Stadt Willich, so die Pressemitteilung weiter, sei in Nordrhein-Westfalen „die einzige Kommune mit etwa 52 000 Einwohnern, die den Brandschutz ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehr sicherstellt“. Um diesen Status zu erhalten, sei in regelmäßigen Abständen der Bezirksregierung Düsseldorf ein Brandschutzbedarfsplan vorzulegen, aus dem die Bezirksregierung entnehmen kann, dass seitens der Stadt alles unternommen werde, diesen Status zu erhalten.

„Brandschutz“ war zuletzt auch ein wichtiges Thema im WZ-Interview mit Klaus Riedel, dem ehemaligen Kreis-Brandmeister. Riedel sagte unter anderem: „Ist Brandschutz nicht gesichert, muss der Bürger mit ins Boot.“ Brandschutzpläne müssten ernst genommen werden, betonte er.

Kritisiert hat er allerdings auch, dass die Stadt Willich schon seit Jahren nicht mit Plänen für eine zusätzliche Zufahrt der Wache in Alt-Willich zu Potte kommt. Was mit Blick auf den Brandschutz sicher wichtiger wäre als zusätzliches Geld für einen Kameradschaftsabend.