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Peter Siegel erhält die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Bundes-Verdienstmedaille : Ein Orden für ein 25 Jahre ehrenamtliche Kulturarbeit

Der Bundespräsident hat Peter Siegel für seinen Einsatz für den Stadtkulturbund Tönisvorst ausgezeichnet.

. Als Vorsitzender des Stadtkulturbundes Tönisvorst Verträge für Theatergastspiele zu unterzeichnen und damit Verpflichtungen bis zu 10 000 Euro einzugehen, empfand Peter Siegel in der Anfangszeit als „puren Nervenkitzel“. 25 Jahre lang hat er sich als Ehrenamtler m September vergangenen Jahres stellte er sich nicht mehr zur Wahl. Neuer Vorsitzender wurde Thomas Nellen.

Für ein Vierteljahrhundert Kulturarbeit verlieh der Bundespräsident die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik an Siegel. Luise Fruhen, stellvertretende Landrätin des Kreises, übernahm die Aufgabe, Siegel die Auszeichnung in Viersen zu überreichen. In einer sehr persönlichen Rede für den „lieben Peter“ – beide kommen aus Tönisvorst und kennen sich seit Langem – würdigte Fruhen die Verdienste des Ordensträgers. Sie erinnerte an „Mord im Pfarrhaus“ im November 1994. Mit der Aufführung des Agatha-Christie-Krimis begann die Geschichte des Stadtkulturbundes.

Das öffentliche Dankeschön in Form des Verdienstordens war für Fruhen eine große Freude und für „unser Tönisvorst“ eine große Ehre. Mit Siegel freuten sich nicht nur die Familie – Ehefrau Helga und die beiden Söhne –, die ehemaligen Vorstandskollegen und Geschäftsführer Dominic Huth, sondern auch Bürgermeister Thomas Goßen und sein Vorgänger Albert Schwarz.

Die Arbeitszeit entspreche in etwa der einer hauptamtlichen Kraft

Fruhen erinnerte daran, dass die Arbeit als Vorsitzender des Stadtkulturbundes dem Volumen einer hauptamtlichen Arbeitskraft entspreche. Die mit dem Namen Peter Siegel „untrennbar verbundene Geschichte des Stadtkulturbundes ist nicht nur kommunalpolitisch hochinteressant. Sie ist auch immer wieder von verschiedenen Instanzen als vorbildlich gelobt worden“. Andererseits sagte Fruhen, die Entscheidung des Stadtrats, die Kultur aus seinem Aufgabenbereich zu streichen, sei kein Ruhmesblatt: „Der Beschluss passte ins Bild einer Zeit, in der ziemlich bedenkenlos das Lied der Privatisierung kommunaler Aufgaben gesungen wurde.“ Kultur ist keine kommunale Pflichtaufgabe, viele sehen sie als Privatangelegenheit. Peter Siegel hat die Kultur in der Stadt erhalten. hb