Während des Schnees Kreise gezogen Motorradfahrer zerstört 5000 Quadratmeter Rollrasen der Firma Peiffer in Schiefbahn

Schiefbahn · Ein Motorradfahrer hat auf einem schneebedeckten Feld seine Kreise gezogen – und damit hochwertigen Rasen zerstört. Der Schaden: 15.000 Euro. Die Firma Peiffer hat 1000 Euro Belohnung ausgelobt.

Auf tausenden Quadratmetern hinterließen die Motorradreifen deutliche Spuren.

Auf tausenden Quadratmetern hinterließen die Motorradreifen deutliche Spuren.

Foto: Peiffer

„Da haben wir den Rasen zwei Jahre lang gehegt und gepflegt – und jetzt ist er hinüber“, sagt Arnd Peiffer. Er ist Geschäftsführer der Schiefbahner Rollrasen-Firma Gebrüder Peiffer und traute am Mittwoch seinen Augen nicht, als er die Rollrasenfläche in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz am Fonger betrachtete: Jemand hatte dort, als die Fläche noch mit Schnee bedeckt war, offensichtlich seine Kreise mit einem Motorrad gezogen.

5000 Quadratmeter Premiumrasen für Privatgärten sind zerstört, der Schaden liegt bei rund 15 000 Euro. Peiffer hat Anzeige bei der Polizei erstattet und hofft, dass der Täter gefasst wird. 1000 Euro Belohnung bietet er für Hinweise, die zum Täter führen. Ein Sprecher der Kreispolizei Viersen bestätigt den Eingang der Anzeige und bittet Zeugen, die etwas beobachtet haben, sich direkt bei der Polizei unter der Telefonnummer 02162 377-0 zu melden.

Die bis vor wenigen Tagen noch sattgrüne und topfebene Rasenfläche ist nicht mehr wiederzuerkennen: Man sieht genau, wo das Motorrad seine Bahnen gezogen hat, die Reifenspuren ziehen sich in großzügigen Bahnen über das Feld, heben sich braun und matschig vom Grün ab. Jetzt noch mit einer Erntemaschine auf die Fläche zu fahren, würde sich nicht lohnen, erklärt Peiffer, denn die Rollrasenstücke, die bei der Ernte geschält werden, sind jeweils 2,50 Meter lang und 40 Zentimeter breit. Auch wenn sich zwischen den Reifenspuren noch unbeschädigte Stellen befinden, würde sich der Aufwand, diese zu ernten, nicht lohnen.

Peiffer kann sich durchaus vorstellen, dass der Täter oder die Täterin gar nichts Böses im Sinn hatte und sich der Konsequenzen seiner oder ihrer Fahrt gar nicht bewusst war. „Aber wir möchten die Leute dafür sensibilisieren, die Flächen nicht zu beschädigen“, sagt Arnd Peiffer, der die dritte Generation in der Unternehmensleitung bildet. Rund eine Million Quadratmeter Rasenfläche hat die Firma Peiffer in der Region, nicht nur in der Stadt Willich, sondern auch in Oedt, Kempen, Wachtendonk und bis zur niederländischen Grenze. 5000 Quadratmeter mögen da nicht viel erscheinen, aber der Schaden ist nun mal da und tut weh. Etwa 150 000 Quadratmeter des Premiumrasens verkaufe man pro Jahr.

Von der Saat bis zum Verkauf vergehen bis zu zwei Jahre

Arnd Peiffer erklärt, dass von einer Million Quadratmeter Fläche nicht der gesamte Rasen verkaufsfähig sei. Von der Saat bis zum verkaufsfähigen Rasen vergehen je nach Sorte bis zu zwei Jahre. Umso ärgerlicher, dass der jetzt beschädigte Premiumrasen verkaufsfähig war – „im Frühjahr hätte er an die Kunden gehen sollen“, sagt Arnd Peiffer. Alle paar Jahre komme es zu solchen Vorfällen, sagt Peiffer. Vor ein paar Jahren wurde Rasen von einem Autofahrer zerstört. Der Täter konnte ermittelt werden.

Das Schiefbahner Unternehmen ist Europas erste Adresse für Fertigrasen und Rollrasen – und ein Spezialthema ist der Bereich des hochwertigen Stadionrasens für die großen Fußball-Arenen dieser Welt. Peiffer-Rasen liegt beispielsweise in den Stadien der Fußball-Erstligisten in Mönchengladbach, Köln, Leverkusen oder München. Auch den FC Barcelona und Real Madrid hat Peiffer schon beliefert. Aber auch Rasen für Golfplätze und sonstige Grünflächen bietet das Schiefbahner Unternehmen an.

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