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Oldtimer: Ein Preis und viel Liebe für die Minis

Oldtimer: Ein Preis und viel Liebe für die Minis

Minis und Oldtimer stehen bei Minispeed in St. Tönis im Mittelpunkt. Jetzt gab es eine internationale Auszeichnung für den Internet-Auftritt des Unternehmens.

Tönisvorst. Wer die Internetseiten von Minispeed in Tönisvorst anklickt, sieht einen gelungenen Auftritt. Dieser ist so gut, dass er auch die Jury bei den Davey Awards 2012 in der Sparte Automobil überzeugte. Eine Überraschung für Inhaber Wolfgang Geraedts, der die goldfarbene Skulptur als Auszeichnung auf der Ladentheke in seiner Werkstatt für Tuning, Teile und Technik stehen hat.

„Ich hatte die Düsseldorfer Internet-Agentur Euroweb mit dem Bau meiner Internetseiten beauftragt. Dazu hatte ich meine Vorstellungen, wie die Seiten aussehen sollten, gemacht und fand die danach vorgestellte Grafik sehr gut“, erinnert sich Geraedts. Die zeigt den Mini im regennassen London, der vor Big Ben und Doppeldeckerbus dem Wetter trotzt.

England ist dem Tönisvorster ein Stück weit eine Heimat, denn einmal im Monat geht es auf die Insel um Messen und Shows zu besuchen sowie einzukaufen. „Felgen, Motor-, Blech- und Tuningteile kaufe ich dort für Rover-Minis und englische Oldtimer ein“, erzählt der 62-Jährige. Genau auf diese Sparten hat sich Geraedts spezialisiert. In seiner Firma werden Minis und Oldtimer repariert und getunt.

Dazu kommt der Bereich Felgen für klassische Fahrzeuge, angefangen von BMW über Ford bis Porsche. „Für klassische Wagen, die 20 oder 30 Jahre alt sind, bekommt man keine originalen Stahlfelgen mehr. Ich lasse sie in verschiedenen Werken individuell nach Kundenwunsch fertigen“, erklärt Geraedts.

Seine Liebe zu den Minis entdeckte der Tönisvorster schon früh. Nachdem er mit 18 Jahren angefangen hatte, Rennen mit Käfern zu fahren, sattelte er schnell auf Minis um. Geraedts tunte den Mini mit Begeisterung und erhielt immer mehr Anfragen von anderen Besitzern, ob er ihren Wagen nicht auch tunen könne.

Das ließ in ihm die Idee reifen, eine eigene Werkstatt ins Leben zu rufen. Was er dann auch tat. Der Tönisvorster ist seit über 40 Jahren im Geschäft und im Sommer seit 25 Jahren am Lenenweg 38 zu finden. Dabei ist der Autofachmann eigentlich studierter Lehrer mit den Fächern Physik, Chemie und Technik. „Ich habe auch als Lehrer an der St. Töniser Hauptschule Kirchenfeld gearbeitet, aber das dann vor 22 Jahren zugunsten der Minis und Motoren an den Nagel gehängt“, verrät Geraedts.

Zu seinem Team bei Minispeed gehört unter anderem ein Kfz-Meister. Geraedts Steckenpferd ist die Zylinderkopfbearbeitung, denn: „Bei der kann man die meiste Leistung herausholen.“ Ein Buch in Sachen Mini-Tuning hat er zusammen mit Joachim Kremser ebenfalls schon geschrieben. „Minis heißer machen“ gibt es mittlerweile in der sechsten Auflage.