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Obwohl der Bau- und Verkehrsausschuss am 1. Oktober beschlossen hat, Halteverbotsbereiche im St. Töniser Pippergebiet einzurichten, ist das bis heute nicht passiert.

Pippergebiet : Schilder kamen zu spät: Neues Halteverbot erst kommendes Jahr

Im Pippergebiet gibt es auch einen Test zur Verkehrsberuhigung.

„Gefahr in Verzug“, hieß es bereits Anfang Oktober, nachdem die Feuerwehr und das Ordnungsamt das Pippergebiet befahren hatten. „An zwei Stellen gab es enorme Engpässe, sodass ein einseitiges Halteverbot unbedingt notwendig ist“, berichtete Ralf Jeromin vom Fachbereich Ordnung im Anschluss im Bau- und Verkehrsausschuss. Der sah die Dringlichkeit und beschloss einstimmig, entlang der Grundstücke Kardinal-Cardijn-Straße 1 bis 7 und entlang der Grundstücke Am Düngelshof 20 und Heinrich-Böll-Straße 3 ein absolutes Halteverbot einzurichten.

Das war vor fast drei Monaten. Das Halteverbot aber ist bis heute nicht da. „Wie kann das sein?“, fragt Anwohner André Kleis. Stadtsprecherin Catharina Perchthaler teilt auf Nachfrage mit, die Halteverbotsschilder seien unmittelbar nach der Sitzung bestellt, aber jetzt erst geliefert worden. „Aufgrund der Betriebsferien werden die Schilder jetzt direkt im neuen Jahr aufgestellt“, verspricht Perchthaler.

Außerdem hatte die SPD-Fraktion die Anregung des Bürgers aufgenommen, aus der Heinrich-Böll-Straße einen verkehrsberuhigten Bereich zu machen, wo dann gar kein Auto mehr parken dürfte. „Wir sollten da mal einen Testlauf machen und sehen, wie das ankommt“, hatte Hans-Joachim Kremser (SPD) vorgeschlagen. Bürgermeister Thomas Goßen, auch Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, hatte dem schnell eine Absage erteilt: „Für eine Spielstraße müssten wir die Gehwege komplett zurückbauen. Das ist erstens teuer und würde zweitens die Sicherheit der Fußgänger gefährden.“

Das Thema Verkehrsberuhigung haben die Politiker vertagt

Dennoch beschloss der Ausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches auf der Heinrich-Böll-Straße zu prüfen und dem Ausschuss davon in der Dezembersitzung zu berichten. In der Sitzung aber wurde der Punkt vertagt. André Kleis wäre darüber gerne informiert worden und möchte außerdem wissen, warum der Beschlussvorschlag der Verwaltung ein ablehnender ist. Die hatte nämlich dem Bau- und Verkehrsausschuss empfohlen: „Der Ausschuss stimmt dem Antrag grundsätzlich nicht zu. Für die Heinrich-Böll-Straße ist bereits teilweise die Einrichtung einer Halteverbotszone beschlossen. Sobald das Halteverbot beschildert ist, wird die Situation vor Ort überprüft. Sollten weiterhin Engstellen entstehen, wird sich der Ausschuss wieder mit der Thematik befassen.“

Stadtsprecherin Perchthaler bestätigt, dass der Antrag vertagt worden sei, da erst die Erfahrungen hinsichtlich des beschlossenen Halteverbotes abgewartet werden sollen. Darüber werde der Antragsteller informiert, sobald die Niederschrift des Ausschusses freigegeben wird, und das sei gerade erst der Fall. „Der Fragesteller bekommt nun eine Mitteilung darüber“, verspricht die Stadtsprecherin.