Niersbienen improvisieren

Weil einige Künstler im Stau standen, wurde das Programm kurzerhand auf den Kopf gestellt. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

Neersen. „Bitte die Musik für die Schunkelrunde auf Zuruf bereithalten.“ So stand es im Programmablauf der Sitzung der Niersbienen, zu der die Erste Vorsitzende Sonja Peiffer und Präsidentin Inge Frey eingeladen hatten. Und geschunkelt werden musste reichlich, denn im ersten Block war etwas Improvisation nötig: Sowohl Comedian Bernd Stelter als auch das „Vingströschen“ Sabine Holzdeppe standen auf den Autobahnen im Stau, trafen verspätet im Wahlefeldsaal ein. Die gut gelaunten Frauen ließen sich davon am Montagabend aber überhaupt nicht beeinflussen, tanzten und schunkelten sich schon mal warm.

Einige Damen kamen in der Phase selbst auf die Bühne, wie Erika Ferdinand, und witzelten herum. Sitzungspräsidentin Inge Frey, die sich mit ihrem Elferrat passend zum Motto („Die Blumenwiese bleibt heut’ leer, die Bienen tauchen ab ins Meer“) als weiße Quallen verkleidet hatte, zog schon mal die Kostüm-Prämierung vor. Die Frauen hatten sich große Mühe gegeben und sich bunteste Verkleidungen ausgedacht. Preise bekamen die Poseidon-Töchter, die zauberhaften grünen Puller-Enten und als „Tinchen & Finchen“ Andrea Ammerahl (Anrath) und Anke Mertens (Tönisvorst).

Dann ging es aber wirklich Schlag auf Schlag, nachdem die junge Willicher Kinderprinzessin Leonie Bommels die mehr als 200 Gäste begrüßt hatte. Bernd Stelter vergaß in seinem Jahresrückblick auch nicht die einmal mehr bei einer Fußball-WM gescheiterten Niederländer und wünschte dem türkischen Präsidenten Erdogan viel Erfolg, wenn er selbst in den nicht mehr so stark frequentierten Urlaubsorten in der Türkei die Liegen mit seinen Handtüchern zu reservieren versucht. Die erfolglose Diät war ein weiteres Thema. Stelter: „Ich esse die Nutella nur noch vom Löffel, weil das Brot ja so dick macht.“

So ging das die ganze Zeit. Lieselotte Lotterlappen legte sich mit den wenigen Männern im Saal an, die „Schlagerbienen“ mit Simone, Silvia, Manuela, Elke, Susanne und Sabine sangen sich in die Herzen der Besucher, und die einheimische Show-Tanzgruppe „Las Tropicals“ war in der Küstenwache oder bei Polizei und Feuerwehr als quirlige Lebensretter unterwegs.

„Ihr seid Spitze“, sagte Inge Frey mehrmals zum begeistert mitgehenden Publikum. Auch eine Lichter-Show mit „Ruuds Funtastic“ traf voll den Geschmack, ebenso taten dies die Stimmungssänger der „Rhienstädter“. Mittendrin war zum Abschluss noch die Willicher Prinzengarde. Was Inge Frey noch loswerden wollte: „Helft alle mit, dass wir auch im nächsten Jahr ein tolles Motto für unsere Sitzung finden.“