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Neues Wohnen in Willich: Düsseldorfer bauen die Katharinen-Höfe

Innenstadtentwicklung : Düsseldorfer bauen die Katharinen-Höfe

Sie sind ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Stadtteils Alt-Willich. Baubeginn des neuen Quartiers soll 2021 sein.

„Zuschlag!“ Die Nachricht, dass die Niederlassung Düsseldorf der BPD Immobilienentwicklung GmbH das Bieter-Rennen um die „Katharinen-Höfe“ in Alt-Willich gemacht hat, erreichte Projektleiter Oliver Ruben am Freitagmorgen im Homeoffice. Mit den beteiligten Kollegen wird er am Montag die neue Herausforderung als Investor feiern. „Das wird ein schönes Projekt!“ Bis dahin freut sich Ruben allein „mit“ seiner Heimatstadt Willich.

Sieben Interessenten im Bieterverfahren

Am Donnerstag hatte der Aufsichtsrat der städtischen Grundstücksgesellschaft getagt und – wie die Auswahlkommission einige Tage zuvor – dem BPD-Vorschlag die einstimmige Zustimmung gegeben.

Sieben Interessenten hatten sich im Frühjahr an dem Bieterverfahren um die Entwicklung des neuen Innenstadt-Quartiers beworben. Ein Mindestangebot von 7,2 Millionen Euro lag als Vorbedingung auf dem Tisch. Ein Interessent hatte letztlich zurückgezogen. Zwei der sechs Wettbewerbsteilnehmer kamen in die engere Wahl. BPD setzt sich durch.

Die Kaufsumme liegt laut Informationen aus der Stadt über den geforderten 7,2, aber unter zehn Millionen Euro.

„Das zu entwickelnde Projekt Katharinen-Höfe mit 100 Wohneinheiten in jeder Preisklasse und barrierefrei soll nach dem erfolgten Abriss der ehemaligen Katharinen-Hospitalgebäude an der Bahnstraße Willichs Mitte stärken – durch Wohnen, Dienstleistung und Einzelhandel“, freut sich Carl Smeets, Niederlassungsleiter von BPD in NRW.

Willy Kerbusch, Geschäftsführer der GSG, hat die Nachhaltigkeit des Konzeptes gefallen, Materialwahl, Grünflächengestaltung und das Energiekonzept, das BPD in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Willich erarbeitet hat.

Gereizt hat Oliver Ruben an dem Willicher Projekt die Lage des Grundstücks. Die bauliche Integration des neuen Quartiers soll das Zentrum stärken und die Ortsmitte des Stadtteils betonen. Die geplanten Grünflächen werden mit dem benachbarten weitläufigen Konrad-Adenauer-Park verzahnt.

Auch energetisch hatte die Willicher die Vorlage von BPD überzeugt. „Geplant sind unter anderem ein Blockheizkraftwerk und Photovoltaik“, so Ruben.

Nächste Schritte: Kaufvertrag mit der Stadt und Bebauungsplan

Im nächsten Schritt werde nun der Kaufvertrag mit der Stadt Willich entwickelt und notariell beurkundet.

Städtischerseits entwickelt nun das Team um den Technischen Beigeordneten Gregor Nachtwey den Bebauungsplan weiter.

Das Planungsgebiet für die künftige Anlage Katharinenhöfe ist 16 000 Quadratmeter groß. Das Wohnquartier, der neu gestaltete Markt und der Bereich um Rewe sollen künftig Willichs ganzheitlich neues Zentrum bilden. Im BPD-Entwurf sind 3500 Quadratmeter der Katharinenhöfe-Fläche für Einzelhandel, Praxen und Dienstleistung vorgesehen.