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Neues Mischgebiet in St. Tönis: Cray-Valley-Gelände in den Startblöcken

Neues Mischgebiet in St. Tönis : Cray-Valley-Gelände: Stadt rechnet mit Erschließung ab 2022

Auf und neben dem ehemaligen Gelände der Firma Cray Valley soll ein Mischgebiet für Einzel- und Doppelhäuser sowie nicht störendes Gewerbe entstehen. Der erste Spatenstich soll Ende nächsten Jahres erfolgen.

Die Stadt Tönisvorst ist zuversichtlich, dass für das künftige Gewerbegebiet Cray-Valley Ende 2021 der erste Spatenstich erfolgt. An der Mühlenstraße in St. Tönis soll in einem südlichen Teil auf circa drei Hektar Gewerbefläche für ein Dutzend Betriebe geschaffen werden. Gegenüber, auf der nördlichen Seite, plant die Stadt auf einem knapp ein Hektar großen Areal ein Mischgebiet für Einzel- und Doppelhäuser sowie nicht störendes Gewerbe.

Beide Flächen sind bereits bereinigt, zurzeit befinden sich dort Wiesen, die regelmäßig gemäht werden. Die Stadt arbeitet im Sinne der Wirtschaftsförderung mit Volldampf daran, eine der wenigen vorhandenen Gewerbeflächen erschließen zu können, um sie interessierten Unternehmen anbieten zu können. Noch müssen einige planungsrechtliche Weichen gestellt werden.

„Das Thema Altlasten wird kontrolliert und ist im Griff“, sagt Jörg Friedenberg, Fachbereichsleiter unter anderem für Stadtentwicklung und Tiefbau bei der Stadt Tönisvorst. Hintergrund: Auf dem südlichen Teil hat das Unternehmen Cray Valley bis 2006 Kunstharze verarbeitet, wodurch das Grundwasser belastet worden ist. In Abstimmung mit dem Kreis Viersen läuft seit Jahren eine Grundwassersanierung. Da es sich nicht um eine Wasserschutzzone handelt, sind die Auflagen für künftige Nutzer moderat. Oberflächenwasser darf zum Beispiel nicht versickern, und es darf kein Nutzgarten angelegt werden.

Bereits 2010 hatte Bürgermeister Thomas Goßen ein Konzept für das Cray-Valley-Gelände in den Raum gestellt. Das ist jetzt seit einiger Zeit druckreif. Die Erörterungen und Abstimmungen laufen sowohl im politischen als auch im behördlichen Raum. Seit Sommer 2017 ist mit der Eigentümer-Gesellschaft – hier ist der französische Mineralölkonzert Total federführend – nach zähen Verhandlungen Einigkeit erzielt worden, das Gelände im Sinne der Stadt nutzen zu können. Jörg Friedenberg: „Wir stehen in den Startblöcken.“

Das Thema steht demnächst auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Die Feinabstimmung mit Blick auf den Bebauungsplan findet zurzeit statt. Die Bürger werden beteiligt, die Behörden eingebunden. „Hier und dort muss vielleicht noch nachjustiert werden, bevor es zur Offenlegung der Pläne kommt“, sagt Jörg Friedenberg. Der Fachbereichsleiter (45), von Haus aus Bauingenieur und seit 2004 bei der Stadt Tönisvorst, hofft, dass dies im Frühjahr kommenden Jahres der Fall sein wird. Wenn die Satzung schließlich vom Stadtrat beschlossen ist, dürfte es 2022 richtig losgehen mit der Erschließung dieses Tönisvorster Filetstücks für Wohnen und Arbeiten im St. Töniser Osten.