Geschenk steht auf dem Willicher Kaiserplatz Ludger Tekaat spendet Sitzbank gegen Ausgrenzung

Willich · „Kein Platz für Ausgrenzung“ ist auf einer Bank zu lesen, die jetzt auf dem Kaiserplatz in Willich steht. Gespendet wurde sie von Ludger Tekaat.

 Bürgermeister Christian Pakusch nahm dankbar die Bank von Spender Ludger Tekaat (v.l.) entgegen.

Bürgermeister Christian Pakusch nahm dankbar die Bank von Spender Ludger Tekaat (v.l.) entgegen.

Foto: Stadt Willich

(msc) Eine robuste, besondere Bank bereichert jetzt den Willicher Kaiserplatz. Besonders ist sie deshalb, weil ein Stück der Sitzfläche fehlt, damit dort beispielsweise ein Mensch im Rollstuhl Platz nehmen kann. „Kein Platz für Ausgrenzung“ ist auf der Bank zu lesen, und der Spruch macht deutlich, wo beziehungsweise von wem die Bank gefertigt worden ist: Die gemeinnützige GmbH „DeinWerk gGmbH“ ist eine Werkstatt für Menschen mit psychischen Behinderungen, alleiniger Gesellschafter ist die Lebenshilfe Heinsberg.

Geschenkt gab es die Bank obendrein, und zwar von Ludger Tekaat, der viele Jahre bei „DeinWerk gGmbH“ in verantwortlicher Position beschäftigt und diese Bank zum Abschied aus dem Berufsleben geschenkt bekam. Er dachte sofort daran, sie weiter und damit seiner Wahlheimat Willich etwas zurück zu geben: „Wir stammen aus Eppinghoven, leben jetzt aber schon seit 25 Jahren in Willich, fühlen uns hier sehr wohl, sind heimisch geworden, haben viele Freunde hier gefunden – da war das doch naheliegend.“

„Geschenkt“, sagte Bürgermeister Christian Pakusch (CDU) bei Übergabe, Einweihung und Probesitzen, „bekommt die Stadt wirklich nicht oft etwas – und wenn das Geschenk dann auch noch so gut in die Zeit passt, ist das natürlich besonders schön. Tekaat hatte den Bürgermeister bei einer Jubiläumsfeier seines Schützenzuges auf die Idee angesprochen, und der war von der Initiative sofort angetan. Ein weiterer, lokaler, spezifischer Slogan für die „Willicher“ Bank (in ganz Europa stehen inzwischen rund 800 ihrer Art, so Tekaat) war schnell gefunden: „Willich ist bunt“ schlug Pakusch vor.

Damit will er auch klare Kante im Sinne der aufstehenden und gegen Extremismus, Hass und Antidemokratie protestierenden Gesellschaft zeigen: Willich ist bunt – kein Platz für Ausgrenzung aufgrund psychischer oder körperlicher Einschränkung und auch nicht wegen politischer, religiöser, sexueller, ethnologischer oder sonstiger Gründe.

Jetzt also steht die privat gespendete Bank, von Ludger Tekaat der Stadt und ihren Bürgern geschenkt, am Kaiserplatz auch als Statement der Stadt für ein Miteinander. Übrigens am „Kopf“-Ende des Platzes. „Apropos – man darf gerne Platz nehmen und dabei gleichzeitig auch sehr gerne über die Message nachdenken: Willich ist bunt.“, so Stadtsprecher Michael Pluschke.

„DeinWerk“ möchte allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander als gleichberechtigte Bürger ermöglichen: Man definiert sich als integrativen Teil einer inklusiven Gesellschaft und bietet Räume für Begegnung und soziale Teilhabe. „DeinWerk“ bietet rund 250 Werkstattbeschäftigten vielfältige Chancen zur beruflichen Rehabilitation und ermöglicht jedem Menschen mit psychischer Behinderung eine berufliche Förderung, Teilhabe am Arbeitsleben und Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

(msc)
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