Neubau Kita Glückskinder Willicher Betriebskita wächst um zwei Gruppen

Willich · Rund zwei Millionen Euro soll der Neubau der Kita Glückskinder kosten, der in nur drei Monaten in Modulbauweise entstehen soll. Er erweitert das Angebot von 60 auf 100 Plätze.

Bürgermeister Christian Pakusch, Architekt Christoph Harmes, der pädagogische Leiter Martin Pimperts, Kita-Geschäftsführerin Nicole Düser und Bauherr Bernt Lücke (v.l.) beim Spatenstich im Hintergrund.

Bürgermeister Christian Pakusch, Architekt Christoph Harmes, der pädagogische Leiter Martin Pimperts, Kita-Geschäftsführerin Nicole Düser und Bauherr Bernt Lücke (v.l.) beim Spatenstich im Hintergrund.

Foto: Sven Schalljo

(svs) Unruhig steht die Gruppe der Kita Glückskinder da. Ausgestattet mit Schippen und Eimern, manche sogar mit Helmen, warten sie auf den Spatenstich für den Erweiterungsbau der Kita am Hundspohlweg. Als es dann heißt „Auf die Wiese!“, ist die Begeisterung groß. Für das Foto mit Bürgermeister, Bauherr und Kita-Verantwortlichen zum Ersten Spatenstich schaufeln auch sie mit Feuereifer im noch grasbewachsenen Boden.

Die Freude der Kinder teilen die Verantwortlichen. „Die Kita Glückskinder ist durchaus etwas Besonderes, was andere Städte jetzt mehr und mehr kopieren. Dass sie jetzt erweitert wird, freut mich sehr“, betont Bürgermeister Christian Pakusch (CDU). Der Betriebskindergarten für Angestellte in Willich ansässiger Firmen hat durchaus einige Besonderheiten. Das beginnt mit der Bezahlung der Angestellten und endet, auf der Habenseite der Eltern, mit den Öffnungszeiten. „Wir haben rund ums Jahr montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Ohne Ferienzeiten“, betont der pädagogische Leiter Martin Pimpertz. Auch die Ausstattung der Betreuungseinrichtung sei überdurchschnittlich gut.

Der Neubau, der ab sofort bis September entstehen soll, erweitert das Angebot um 40 Plätze. Aktuell sind 70 Kinder untergebracht, von denen zehn mit in den Neubau ziehen. Dieser wird von einem österreichischen Anbieter voll in Holz-Modulbauweise erreichtet. Aus Beton sind nur die Fundamente. Und auch das nur als Streifenfundament. „Das Ganze Gebäude ist damit unterlüftet. Es ist nachhaltig, weil aus Holz, wir haben eine intensive Dachbegrünung und wollen perspektivisch auch Photovoltaik ergänzen. Beheizt wird über Wärmepumpe und Fußbodenheizung“, beschreibt Architekt Christoph Harmes die Spezifika des Baus.

Für Investor Bernt Lücke ist wichtig, dass vor allem lokale Firmen zum Einsatz kommen. „Als privater Investor können wir das ja steuern und müssen nicht ausschreiben. So haben wir bis auf das Unternehmen aus Österreich, das die Module liefert und aufstellt, alles im unmittelbaren Zugriff vor Ort“, sagt der Bauherr, der auch die Zusammenarbeit mit dem Bauamt für das Zwei-Millionen-Euro-Projekt sehr lobt.

Das Personal sei übrigens bereits vorhanden. „Wir haben schon im vergangenen Jahr mit den Einstellungen begonnen. Die Plätze sind bereits voll besetzt, sagt Nicole Düser, die Geschäftsführerin der Trägergesellschaft. Das Gebäude soll, so erläutert Harmes, zweigeschossig ohne Keller ausgeführt und mit einem großzügigen 600 Quadratmeter-Außengelände versehen werden. Bis zu 44 Kinder in zwei Gruppen sollen betreut werden, wobei die reguläre Belegung bei 40 Kindern liege. Für Angestellte in Willich sollen so die Möglichkeiten der Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden.

(svs)
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