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Mitglieder des Tönisvorster Umweltausschusses befassen sich mit Klimaschutz

Umweltschutz in Tönisvorst : Investitionen in Radwege gefordert

Der Klimaschutz stand im Fokus des Tönisvorster Umweltausschusses. Mehrere Fraktionen stellten Anträge, und der Kreis-Klimamanager war zu Gast.

(wic) Felix Schütte, Klimamanager des Kreises Viersen, und Peter Hoffmann vom Amt für Bauen, Landschaft und Planung beim Kreis, legten nackte Zahlen auf den Tisch: Fast neun Tonnen CO2 stößt jeder Tönisvorster jährlich aus. Rund 2,8 Tonnen davon, also fast 30 Prozent, werden durch den Straßenverkehr verursacht.

„Dabei ist festzuhalten“, sagte Hoffmann im Tönisvorster Umweltausschuss, „dass mehr als 50 Prozent der Bürger für Wege von ein bis zwei Kilometern ins Auto steigen.“ Hoffmann empfiehlt der Verwaltung und den Politikern, in Radwege zu investieren. Bessere, sicherere und mehr Radwege würden am ehesten dazu führen, dass die Menschen das Auto zumindest für solch kurze Distanzen stehen lassen und mit dem Fahrrad fahren.

Verwaltung betonte, sie habe
bereits in Klimaschutz investiert

Um die Erderwärmung zu reduzieren, das führte Klimamanager Felix Schütte aus, der ebenfalls im Ausschuss zu Gast war, müsse die Treibhausgas-Emission reduziert werden, sprich: Es muss weniger Öl, Gas und Kohle verbrannt werden. Jede Stadt müsse ein Ziel definieren, ab wann sie klimaneutral sein wolle und was sie bereit sei, in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren.

Die Verwaltung betonte, sie habe bereits einiges investiert, um Energie zu sparen, etwa durch die Umstellung auf LED-Leuchten in städtischen Gebäuden und energetische Gebäudesanierungen. Um Bäume, die CO2 filtern, zu schützen und zu erhalten, werde der Boden im Umfeld der Bäume verbessert, und bei Trockenheit würden die Bäume bewässert. Auch sollen in diesem Jahr für 1000 Euro Bewässerungssäcke gekauft werden, teilte die Verwaltung in ihrer Vorlage mit. Die Bürger sind eingeladen, sich ebenfalls um die Bäume in ihrem Umfeld zu kümmern. Wer daran Interesse hat, kann sich bei der Verwaltung melden.

Außerdem hat die Stadt aus Anträgen von CDU und Grünen Förderprogramme erstellt. So sind im aktuellen Haushalt 10 000 Euro für das Programm „Tönisvorst blüht auf“ eingestellt. Jeder Bürger, der bereit ist, in seinem Garten mindestens 15 Quadratmeter Blühfläche zu schaffen, bekommt von der Stadt in diesem und den nächsten Jahren kostenlos eine Saatgutmischung.

Der Kauf von Lastenrädern sowie private und gewerbliche Bauwerk- und Umfeld-Begrünung, etwa an Fassaden oder auf Dächern, sollen ab 2021 für eine Laufzeit von fünf Jahren ebenfalls finanziell unterstützt werden. Auch die energetische Sanierung von Privatgebäuden und die Nutzung regenerativer Energie in privaten Haushalten soll mitfinanziert werden. Entsprechende Förderprogramme sind aufgestellt, müssen allerdings noch beschlossen werden.

(wic)