Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst Schulkinder machen Radio mit der Maus

St. Tönis · In der Klasse 5a des Michael-Ende-Gymnasiums ist die Maus zu Gast. Christina Pannhausen aus dem Maus-Team des WDR macht mit 32 Schülerinnen und Schülern Radio. Wie die Sendungen entstehen und wo sie zu hören sind.

 Für drei Tage ist der WDR in der Klasse 5a zu Gast. Doch nicht nur in der Schule selbst wird Radio gemacht.

Für drei Tage ist der WDR in der Klasse 5a zu Gast. Doch nicht nur in der Schule selbst wird Radio gemacht.

Foto: Norbert Prümen

„Wir sind die 5a vom Michael-Ende-Gymnasium in St. Tönis“, spricht Daliah in das Mikrofon hinein, das ihr Christina Pannhausen vor die Nase hält. Es gibt ein Lächeln und ein anerkennendes Nicken von der Radioreporterin des Maus-Teams des WDR für den langsam und deutlich ausgesprochenen Satz. „Wo liegt St. Tönis überhaupt?“, möchte Pannhausen als nächstes wissen und wandert mit „Gisela“, wie das Mikrofon heißt, durch die Klasse des Michael-Ende-Gymnasiums (MEG). Helena teilt mit, dass St. Tönis in der Nähe von Krefeld liege. Ida erklärt, was es mit dem Namensgeber der Schule auf sich hat. Mit jeder Menge Fragen von Pannhausen stellen die 32 Schülerinnen und Schüler der 5a ihre Schule vor.

Die 5a ist zur „Mausklasse“ geworden. Für drei Tage ist der WDR zu Gast. Es gibt eine Reporterausbildung für die Schüler, bei der sie lernen, was im Radio wichtig ist. Wobei die Theorie gleich in die Praxis umgesetzt wird, denn gemeinsam mit Pannhausen stellen die Fünftklässler für eine Woche das Programm für die tägliche Radiosendung „MausLive“ in WDR5 und im DAB+-Kanal „Die Maus“ auf die Beine.

Dass es überhaupt zu dem Termin gekommen ist, verdankt die 5a den Koordinatoren der Unter- und Mittelstufe des MEG. Sie hatten schon vor mehr als einem Jahr eine Bewerbung beim WDR eingereicht. Das Maus-Team meldete sich, machte den Termin aus, und „damit ist die Wundertüte für uns geöffnet worden“, sagt Nina Stengel, die Klassenlehrerin der 5a.

Inzwischen hat Christina Pannhausen die Frage gestellt, was am MEG besonders ist. Die Fülle von Antworten wird besprochen und jeder Satz danach von einzelnen Schülern ins Mikrofon „Gisela“ gesprochen. Mailo erzählt vom Fußball-Cup, den das MEG für die vierten Klassen der Grundschulen ausrichtet, und Eleni berichtet von der Orchester-AG, in der sie selbst Schlagzeug spielt. „Wir haben auch eine eigene Schulhymne“, informiert Leonel. Die Antwort löst bei Pannhausen ein fragendes Gesicht aus. Stengel springt ein: „Das stimmt. Die Hymne haben die Schüler selber getextet und auch die Musik dazu geschrieben.“ Pannhausen ist begeistert, und ihre Idee, die Schulhymne zu singen, kommt bei den Schülern bestens an. Schnell ist man sich einig, gemeinsam die erste Strophe samt Refrain zu
singen.

Doch vorher ist Üben angesagt. Da nicht alle ganz so textsicher sind, greift Stengel zum Stift und hält den entsprechenden Text auf dem Whiteboard fest. Kurze Zeit später schallt es durch den Klassenraum: „In der Apfelstadt am Niederrhein gibt es Bildung für Groß und Klein, denn am Wasserturm steht das MEG, dort gibt es Wissenschaft, Sprachen und AGs“. Was erst ein bisschen zögerlich klingt, wird immer besser, zumal Lola als Jungdirigentin in den Einsatz geht.

Dann ist es so weit. Pannhausen zählt von drei an rückwärts und drückt auf Aufnahme. Die Zuhörer der Maussendung können sich auf einen Song freuen. Es geht direkt weiter. Spannendes Radio kennt keine Pausen. Es gilt, das Radiorätsel aufzunehmen, bei dem ein Gegenstand erraten werden soll. Voller Konzentration geht es an die Sätze, die die Zuhörer Stück für Stück zur Antwort lotsen sollen. Alle sind mit großer Aufmerksamkeit und viel Spaß bei der Sache.

„Das kann man sich noch gar nicht vorstellen, dass wir damit im Radio zu hören sein werden“, sagt Jasper. Debbie findet es einfach nur cool, Radio zu machen. Vanessa spricht von einem aufregenden Gefühl, und Frieda ist begeistert, dass man „so viel Neues lernt und erfährt, wie Radio gemacht wird“, sagt
sie.

Aber nicht nur in der Schule selbst wird Radio gemacht. Der Besuch der St. Töniser Glaskreativwerkstatt Siebenlist steht für eine Reportage an. Zudem berichten die Schüler über die Teilnahme im Karnevalszug. Sie wünschen sich Musik und beschäftigen sich mit Nachrichten unter dem Aspekt, was wichtig und relevant für Kinder ist. Die Frage, wie man die Nachrichten verständlich, aber auch unterhaltsam präsentieren kann, wird erörtert. Denn die Mausklasse produziert auch das abendliche Nachrichtenformat „MausZoom“.

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